Tagebau-Kommunen kooperieren enger

Von: eska
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Gemeinsam die Tagebaufolgen meistern: Bürgermeister Peter Jansen (2.v.r.) und seine Amtskollegen Hans Wilhelm Reiners (OB Mönchengladbach, 3.v.l.), Jürgen Frantzen (Titz, 2.v.l.) und Harald Zillikens (Jüchen, links) verfolgten die Erläuterungen von Dr. Reimar Molitor von der Region Köln/Bonn e.V..
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Bürgermeister Peter Jansen und seine Amtskollegen Hans Wilhelm Reiners (Oberbürgermeister Stadt Mönchengladbach, 3. v.l.), Jürgen Frantzen (Bürgermeister Gemeinde Titz, 2. v.l.) und Harald Zillikens (Bürgermeister Gemeinde Jüchen, links). Am Rednerpult steht Herr Dr. Reimar Molitor von der Region Köln/ Bonn e.V.

Erkelenz/Titz. Die vom Braunkohletagebau betroffenen Städte und Gemeinden wollen sich künftig besser vernetzen, um hinsichtlich der Herausforderungen und Folgen von Garzweiler II besser agieren zu können: Erkelenz, Mönchengladbach, Jüchen und Titz beabsichtigen deshalb, einen informellen Planungsverband zu gründen.

Mit diesem Instrument wollen die betroffenen Kommunen ohne kommunale Grenzen die künftige Planung aktiv mitgestalten und nachhaltige Konzepte für die betroffene Region entwickeln.

Als übergeordnete Ziele sollen die Aufstellung eines Masterplans für die Region erarbeitet sowie langfristig die Gründung eines interkommunalen Zweckverbandes angestrebt werden, hieß es nun nach einer Auftaktveranstaltung in den Räumen der Kreissparkasse in Erkelenz. Rund 50 Mitglieder der Räte aller vier Kommunen waren mit dabei, um über das Vorhaben informiert zu werden, zu diskutieren und den für Ende 2014 vorgesehenen politischen Beschluss vorzubereiten.

Eingeladen waren neben den politischen Vertretern der beteiligten Kommunen unter anderem der durch die Veranstaltung führende Dr. Reimar Molitor von der Region Köln-Bonn sowie Vertreter der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR), der Aachener Stiftung Kathy-Beys und der RWE Power AG. Die Vertreter der Städte Erkelenz, Mönchengladbach sowie der Gemeinden Jüchen und Titz hatten Anfang 2014 verabredet, dass sie eine interkommunale Zusammenarbeit anstreben, um eine Entwicklung der Region trotz der Beeinträchtigungen durch den Tagebau zu erreichen.

Bei der jüngsten Auftaktveranstaltung in Erkelenz zur Gründung des informellen Planungsverbandes betonten die Vertreter der vier betroffenen Kommunen die Wichtigkeit des gemeinsamen Auftretens in der Öffentlichkeit sowie die Notwendigkeit, die Probleme und Herausforderungen im Zusammenhang mit der Tagebaurand lage gemeinsam anzugehen. Die interkommunale Zusammenarbeit werde hierbei als geeignetes Werkzeug angesehen, um langfristig den sich hieraus ergebenden Aufgaben zu stellen und gemeinsam für die Region eine lebenswerte Zukunftsperspektive ohne kommunale Grenzen entwickeln zu können, hieß es nach der Zusammenkunft.

„Stetige Veränderungen“

Der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen betont: „Durch die Auswirkungen des Tagebaus, der letztendlich dem Allgemeinwohl geschuldet ist, schränken sich die Möglichkeiten der Entwicklung der betroffenen Kommunen ein.“ Dies gelte umso mehr, weil es sich um den Abschluss des Tagebaus Garzweiler II handele „und wir damit Jahrzehnte mit stetigen Veränderungen zurechtkommen müssen. Im Verbund können wir aber auch die Chance nutzen, nachbarschaftlich gemeinsam für die Region Zukunft aktiv zu gestalten“, so der erste Bürger.

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