Tag der offenen Ateliers und Galerien im Kreis Heinsberg

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Begegnung ist Trumpf bei der Kunsttour, wie auch dieses Bild aus den Vorjahren beweist: So freuten sich Hans und Ulrike Radermacher (links) aus ­Hückelhoven-Baal über Besucher, die sogar aus Aachen gekommen waren, um Kunstwerke zu bewundern. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. An einem Tag im Jahr ist die Kunst im Kreis Heinsberg so allgegenwärtig, dass man eigentlich gar nicht drum herumkommt: am Tag der offenen Ateliers und Galerien, bei der Kunsttour! Immer am ersten Sonntag im Mai – also diesmal am 7. Mai – präsentieren Künstler, Künstlerinnen und Kunsttreffs, breit über die Region verteilt, (ihre) Werke, geben Einblicke in Arbeitstechniken und Herangehensweisen und stellen sich dem Austausch.

Die gezeigte Kunst ist dabei so vielseitig wie die teilnehmenden Künstler selbst. Malerei und Zeichnung, Collage und Skulptur, Textil- oder Glaskunst: Die Techniken sind fast so zahlreich wie die Ausdrucksweisen, immer versehen mit einer „eigenen Handschrift“.

43 Stationen sind am Sonntag, 7. Mai, in der Zeit zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet; einige von ihnen gewähren bereits am Vortag Einlass. Die Internetseite – zu finden unter www.kunsttour-hs.de – hält alle notwendigen Informationen bereit und ist das ideale Planungsinstrument für die ganz persönliche Kunsttour. Ein praktische Flyer für die Jackentasche soll einen kurzen und schnellen Überblick geben und ist ab April in den Rathäusern, in den Filialen der Kreissparkasse sowie in Kundencentern der NEW zu erhalten.

Erfahrungsgemäß verknüpfen die Besucher der Ateliers und Ausstellungen diesen Frühlingstag mit einer aktiven Tour zu Fuß oder mit dem Fahrrad. So schafft man zwar an einem Tag nicht so viele Stationen, bekommt aber das aktive Landschaftserlebnis im Doppelpack mit dazu.

Für die Auswahl der 43 Stationen war nach Angaben des federführenden Heinsberger Tourist-Service (HTS) wieder eine unabhängige Jury verantwortlich; bestehend aus Jutta Pitzen, Kunsthistorikerin und Leiterin der Städtischen Galerie im Park Viersen, Dr. Alexandra Kolossa, Kunsthistorikerin aus Düren, und Karl-Heinz Jeiter, Leiter der Gestaltungswerkstatt im Ludwig-Forum für Internationale Kunst in Aachen.

Die drei Experten hatten die schwierige Aufgabe, aus der Flut der eingegangenen Bewerbungen diejenigen auszusuchen, die einen gewissen Qualitätsanspruch erfüllen. Formell und inhaltlich schlecht gemachte Bewerbungen fallen da laut HTS schnell durch ein Raster. Anders sei es mit dem künstlerischen Qualitätsanspruch. Dafür gebe es bedauerlicherweise keine klare Definition.

Oft komme es deshalb zu angeregten Diskussionen über den künstlerischen Ansatz, das Neue und Andere oder das Erkennen einer persönlichen „Entwicklung“. Regelrechte Expertisen würden nicht erstellt, sondern vielmehr Einschätzungen vorgenommen. Schließlich gehe es nicht um einen hoch dotierten Preis oder die Aufnahme in eine Akademie. Das Ergebnis solle den Besuchern sehenswerte Ziele und Kunst bescheren.

Es ist gute Tradition geworden, dass um die Kunsttour herum ergänzende Angebote geschaffen werden. So plant die Lebenshilfe Heinsberg für Menschen mit und ohne Behinderungen nun schon zum zweiten Mal ihre eigene Tour zur Kunst an. Gemeint ist eine geführte Bustour unter der Leitung der Künstler Georg Kohlen und Andreas Joerissen zu ausgewählten Stationen (Anmeldung ist erforderlich unter Telefon 02452/969100 oder per Mail an info@lebenshilfe-heinsberg.de).

Eine ganz andere Variante ist die Initiative von Walter Verwoert, einem Künstler-Urgestein im besten Sinne und Schüler von Joseph Beuys, unter dem Titel „fruit cocktail“. Dabei werden sowohl Künstler zusammentreffen als auch Kunst und Literatur und Musik – gelebte Kreativität!

Dass der Tag der offenen Ateliers und Galerien überhaupt stattfinden kann, ist das Verdienst der Sponsoren, zu denen die Kunststiftung der Kreissparkasse, NEW und Minkenberg Medien zählen. Als Medienpartner begleitet unsere Zeitung wie in den Vorjahren die Aktion. Wie 2015 und 2016 ist die Kunsttour im Kreis Heinsberg zudem wieder Projektpartner beim Projekt „Auf zur Kunst!Routen in der Region Aachen“, das von der regionalen Kulturpolitik gefördert wird.

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