Superintendent übernimmt beim Schulbesuch den Unterricht

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Hückelhoven. Integration? Selbstverständlicher Schulalltag an der Ganztagshauptschule Hückelhoven II, In der Schlee. Von den 378 Schülern haben etwa 220 einen Migrationshintergrund, also etwa 60 derer, die diese Schule besuchen. Der überwiegende Teil ist islamischen Glaubens.

Superintendent Pfarrer Jens Sannig vom Evangelischen Kirchenkreis Jülich und Schulreferent Pfarrer Dr. Udo Lenzig erfuhren bei ihrem Besuch, dass es an der Schule trotzdem keine nennenswerten Integrationsprobleme gäbe. Dahinter stecke intensives und erfolgreiches Bemühen seitens aller Beteiligten.

Auch beim Erreichen des Schulabschlusses spiele der Migrationshintergrund keine Rolle. Verglichen mit anderen Hauptschulen, schaffen viele Schüler den Abschluss.

Normalerweise unterrichtet Pastorin Sabine Harm in der Klasse 7 evangelische Religion. An diesem Tag nutzte Superintendent Sannig die Gelegenheit, um mit den Schülern intensiv ins Gespräch zu kommen.

Ein besonderes Erfolgserlebnis und der Hinweis auf einen guten Religionsunterricht: Die Frage, was evangelische Christen am 31. Oktober feiern, wurde korrekt mit „Reformationstag” beantwortet - und nicht in erster Linie mit Halloween in Verbindung gebracht.

Superintendent Sannig und Schulreferent Dr. Lenzig informierten sich im Gespräch mit den Mitgliedern der Fachkonferenz Religion über die Situation des Religionsunterrichtes (RU) an der Schule. Konfessionell gebundener RU wird erteilt, soweit möglich. Islamischen RU gibt es noch nicht, obwohl starkes Interesse vorhanden sei.

Ab Klasse 8 wird allerdings das Alternativangebot des Faches „Praktische Philosophie” angeboten, das viele Schülern mit Interesse annehmen würden. Ein zusätzliches Angebot der Schule ermöglicht der Jugendmitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Hückelhoven, Thomas Meuter. Er bietet Gewaltpräventions- oder auch „Coolness-” Training an.

Nach ihrem Besuch steht für Superintendent Jens Sannig und Schulreferent Pfarrer Dr. Udo Lenizig fest, dass die Ganztagshauptschule In der Schlee in der Schullandschaft unverzichtbar sei. „Wir hoffen deshalb, dass die Hauptschule in der Schlee die gegenwärtigen politischen Diskussionen unbeschadet überlebt”, formulierte Jens Sannig seine Hoffnung für die Zukunft der Schule.
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