Süsterseel wird vor Hochwasser geschützt

Von: agsb
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Selfkant-Tüddern. In der jüngsten Sitzung des Verkehrs-, Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Selfkant ging es unter anderem um Hochwasserschutzmaßnahmen in der Gemarkung Süsterseel.

Ende der 90er Jahre war Süsterseel durch Überschwemmungen in ein wahres „Selfkantmeer” umgewandelt worden. Auch wenig später kam das Wasser wieder sintflutartig. Die Landesregierung verpflichtete die Gemeinde deshalb, für Hochwasserschutz zu sorgen.

Die Gemeinde blieb nicht tatenlos, wobei sich alle Ausschussmitglieder und Fachleute im klaren waren, dass man Hochwasser nicht ganz verhindern kann und auch andere Orte im Selfkant vor einer Hochwasserproblematik stehen. Die Experten verwiesen auf eine Statistik, die besagt, dass starke lokale Gewitter bis zu 20 Prozent zugenommen haben und vielerorts für Probleme sorgen.

Die Gemeinde hat ihre Aufgabe, für Hochwasserschutz zu sorgen, ernst genommen. In Süsterseel sollen zwei weitere Rückhaltebecken und ein Graben im Rodebachtal für Entlastung sorgen. Das Verfahren wurde jetzt auf den Weg gebracht, alle warten auf die wasserrechtliche Genehmigung. Dann sind Fördermittel von 80 Prozent angesagt. „Wir Süsterseeler sind froh, dass dieses Thema endlich angepackt wird”, so Heinz Stassen, CDU.

Ein weiteres Thema war der Ausbau der Birder Straße, viele Anwohner verfolgten zunächst die Vorstellung der Planung. Die Birder Straße ist in einem schlechten Zustand, Bodengutachten bestätigten einen desolaten Unterbelag. Bei der Vorstellung des Straßenverlaufs wurden Grünbeete angesprochen, dies brachte Bewegung in den Zuhörerbereich. Anscheinend sind die Anwohner gegen solche Grünflächen auf dem Bürgersteig in Verbindung mit der Straße. Die Zuhörer baten um das Wort, dies ist aber während einer Rats- und Ausschusssitzung nicht zugelassen.

Bürgermeister Corsten stellte klar, dass die Fördermittel für die Birder Straße nur genehmigt werden, wenn hier nach neuesten Erkenntnissen Grünbeete auch als Verkehrsberuhigung und Verschönerung des dörflichen Charakters eingebaut werden.

Vertagung und Neuberatung gab es dann beim vorletzten Tagespunkt. Die FDP hatte einen Antrag zur Absenkung des Hochbords am Radweg K5 in Höhe Einfahrt Radtreff (Saeffelen) beantragt. Hier sahen die Experten eine Unfallgefahr, da die Radfahrer dann ohne abzusteigen über die Straße fahren würden. Zwar besteht eine Querungshilfe in Höhe Schule, dies bedeutet aber „Umweg” und so mancher Radfahrer nimmt das Unfallrisiko anscheinend in Kauf.
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