Gangelt - Suche nach „Vorrangflächen” ausweiten

Suche nach „Vorrangflächen” ausweiten

Von: rh
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Gangelt. Die Debatte um eine Legehennen-Farm im Norden des Gemeindegebietes von Gangelt hat nun auch das europäische Parlament erreicht.

Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz hat sich mit der Planung und dem Bürgereinspruch dagegen an die CDU-Europaabgeordnete Sabine Verheyen gewandt.

„Ein niederländisches Unternehmen”, leitet der scheidende Ortsvorsteher von Birgden ein, „beabsichtigt in der Gemeinde Gangelt, etwa 11.000 Einwohner, im Ortsteil Birgden, etwa 3000 Einwohner, einen Betrieb zur Intensivtierhaltung zu errichten.”

Es sei die Rede von knapp unter 40.000 Hühnern, die an diesem Standort ihre Eier produzieren sollten.

„Es wird befürchtet, dass die Anzahl auf 80.000 beziehungsweise 120.000 Tiere angehoben werden könnte”, hat Heinrich Aretz der Abgeordneten geschrieben, unterzeichnet auch von Jürgen Friedrichs (Bürgerinitiative) und Stefan Palloks (CDU-Ortsverbandsvorsitzender).

Die Sorge über die unterschiedliche Belästigungen, darunter Geruch, Fliegen, Lärm und mehr Emission durch An- und Abfahrten von Transportfahrzeugen sowie andere mehr sei in der Bevölkerung groß. Unterschriftenlisten in etlichen Geschäften und Betrieben, in denen man seine persönliche Ablehnung der Pläne dokumentieren könne, umfassten schon mehr als 1500 Einträge, beschreibt der Ehrenbürgermeister.

Heinrich Aretz reflektiert auch auf die Informationsveranstaltung in Birgden vom 21. Oktober, an der seiner Zählung nach rund 200 Bürger teilgenommen hatten.

„Mit Bestürzung mussten wir die Wortmeldung eines niederländischen Teilnehmers vernehmen”, so Heinrich Aretz wörtlich, „dass in den Niederlanden der Bau gleichartiger Betriebe verboten ist.

Ein Unternehmer, der sich an das Verbot nicht gehalten hatte, musste den Betrieb abreißen und wurde sogar mit 30.000 Euro Bußgeld pro Woche bestraft.”

Auch werde „seit längerer Zeit die Gülle von den Niederlanden nach hier transportiert”, greift Heinrich Aretz ein weiteres Thema auf, das in der Bürgerdiskussion steht.

„Hier ist unser Verbandswasserwerk in großer Sorge bezüglich der Grundwasserwerte. Unser Wasserwerk in Gangelt versorgt etwa 22.000 Haushalte”, hängt der Ortsvorsteher an.

„Wir hängen nicht dem Floriansprinzip an, verstehen aber auch nicht, dass in den angrenzenden Gemeinden solche Untersuchungen bezüglich der Ausweisung von Vorrangflächen nicht angestellt worden sind.”

Nach Ansicht der kritischen Bürger sollte die Suche nach Vorrangflächen auf das ganze Kreisgebiet Heinsberg ausgedehnt werden.

„Ungleiche gesetzliche Bestimmungen innerhalb Europas haben die vorgenannten Auswirkungen zur Folge”, schließt Heinrich Aretz.

„Wir bitten Sie herzlich, sich der Sache umgehend anzunehmen. Es kann nicht sein, dass unsere Bevölkerung diese Belastungen ertragen muss.”

Der Ortsvorsteher hat, wie er formuliert, „in Erwartung einer uns befriedigenden Antwort” Durchschriften des Briefes an Sabine Verheyen dem Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg und dem Landtagsabgeordneten Bernd Krückel zukommen lassen.
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