Stürmischer Beifall für ungewöhnlichen Musikgenuss

Von: Monika Baltes
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Giedrė Šiaulytė (Mitte) mit ihren Schülerinnen Linnéa Jakobs (rechts) und Viola Pesch (links) zur Eröffnung des Konzert. Foto: Monika Baltes

Kreis Heinsberg. Es ist wohl ein besonderer Zauber, der von Harfenklängen ausgeht. Der Publikumsandrang war jedenfalls so groß, dass einige Zuschauer abgewiesen werden mussten. Die Wegberger Mühle war schlicht und ergreifend voll besetzt.

Zu „Harfenklängen“ mit Giedr Šiaulyt und Schülern hatte die Kreismusikschule Heinsberg eingeladen – und Gerda Mercks, Leiterin der Kreismusikschule, freute sich über so viele Interessierte: „Ein Harfenkonzert ist immer noch etwas Besonderes.“

Vier Harfenschüler werden derzeit an der Kreismusikschule von Giedr Šiaulyt unterrichtet. Zum weiteren Aufbau des Harfenunterrichtes sei die Harfenistin „ein Glücksfall“, betonte Gerda Mercks. Statt eines Eintrittsgeldes bat die Kreismusikschule um Spenden zum Kauf von Schülerinstrumenten. Eine Harfe mit 27 Saiten kostet etwa 1500 Euro, eine Harfe mit 34 Saiten ungefähr 2500 Euro.

Zwei ihrer Schüler hatte Giedr Šiaulyt mitgebracht, um gemeinsam das Konzert mit dem „Elfengesang“ zu eröffnen. Linnéa Jakobs und Viola Pesch wagten sich anschließend mit je zwei Stücken solo vors Publikum, das die Leistung der jungen Harfenspielerinnen mit viel Applaus belohnte.

Giedr Šiaulyt trat mit zwei verschiedenen Instrumenten auf, der großen Konzertharfe und der kleineren keltischen Harfe. Werke von Jean Baptiste Krumpholtz, Bernard Andrés und Claude Debussy begeisterten ebenso wie Variationen über ein Thema von Mozart oder traditionelle Melodien wie „Greensleeves“. Sanft betörte sie ihr Publikum, gefühlvoll und graziös, elegant und temperamentvoll. Kurze Erklärungen zu ihren Instrumenten sensibilisierten für Unterschiede im Klang der Harfen. Während die Konzertharfe durch Brillanz und Dynamik besticht, verzaubert die keltische Harfe durch weichere Töne, die gut zu traditionellen Musikstücken passen.

Lachend gab die Litauerin Antwort auf die Frage, wie sie selber zum Harfenspiel gekommen sei. „Ich habe immer schon im Orchester spielen wollen, möglichst das größte Instrument!“ Ihr Studium am Mozarteum in Salzburg hat sie mit Auszeichnung abgeschlossen, ihre Engagements führten sie zu den Salzburger Festspielen, an die Kölner Philharmonie, in die Cadogan Hall London, zum Brucknerhaus Linz, in die National Concert Hall nach Dublin und in die Konzertsäle Europas.

Durch ihre pädagogische Tätigkeit an der Musikakademie in Kattowitz verfügt sie über Lehrerfahrungen in allen Alters- und Leistungsklassen. Die Künstlerin lebt in Rheydt.

Mit stürmischem Applaus belohnte das Publikum den nicht alltäglichen Musikgenuss in Wegberg.

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