FuPa Freisteller Logo

Streetworkerin: Wegbergs Straßen sind ihr täglicher Arbeitsplatz

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
Als neue Streetworkerin von We
Als neue Streetworkerin von Wegberg spricht Karina Opstals Jugendliche an. Foto: Koenigs

Wegberg. Seit Anfang Mai hat Wegberg eine Streetworkerin, die sich aktiv vor Ort um die Probleme der Jugend kümmern soll. Karina Opstals wird eng mit der Sozialarbeiterin Birgit Foitzik zusammenarbeiten und sie bei ihren Aufgaben entlasten.

Die Schaffung der Stelle wurde von Politik und Verwaltung gleichermaßen befürwortet. Vor zwei Jahren hat Opstals den Studiengang Sozialarbeit mit dem Bachelor-Abschluss beende. Der hauptsächliche Arbeitsplatz der jungen Frau sind die Straßen der Stadt, wo sie aktiv auf die Jugendlichen zugeht und den Kontakt aufbaut.

Als feste Anlaufstelle wurde ein Büro an der Hauptstraße 25 eingerichtet. Das Büro ist an die Räume des Jugendamtes angebunden. Die räumliche Trennung vom Rathaus sei bewusst gesucht worden, um dem jugendlichen Klientel die Schwellenangst zu nehmen, betonte der Fachbereichsleiter Bildung und Soziales, Gerd Pint.

Bei der Vorstellung der Streetworkerin auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BIKSS) betonte Opstals, dass sie bereits „viele positive Erfahrungen” gesammelt habe und sich durch Gespräche mit den Jugendlichen einen Überblick verschafft habe. Nach ihrer Einarbeitung wird Opstals dem Rat einen ersten Bericht abliefern.

Zu ihren ersten Aufgaben gehört neben der Kontaktaufnahme mit den Jugendlichen sowie den Organisationen der freien Jugendhilfe und den weiterführenden Schulen auch die Erstellung eines Handlungskonzeptes, das die Situation der Jugendlichen in Wegberg darstellen und Hilfsangebote aufzeigen soll. Ziel ist auch eine bessere Vernetzung der Hilfsangebote vor Ort.

In ihrem Jahresbericht, der der Vorstellung der neuen Kollegin folgte, betonte Sozialarbeiterin Birgit Foitzik, dass sich die Drogenszene der Stadt von der Straße weg in den privaten Raum verlagert habe. Allerdings seien in letzter Zeit Gruppen jüngerer Jugendlicher nachgerückt, die „nun auf die Straße drängen”. Auch im vorigen Jahr habe der Alkohol bei den Jugendlichen ebenso wie der Drogenkonsum eine große Rolle gespielt. Daher werde auch verstärkt auf Aufklärungsarbeit an den weiterführenden Schulen gesetzt.

In Wegberg wohnen derzeit 2426 Jugendliche zwischen elf und 17 Jahren, denen das Augenmerk der Sozialarbeit gilt. Durch das Aufsuchen der informellen Plätze durch Foitzik oder Opstals entsteht ein Vertrauensverhältnis, das wichtig ist, da die Jugendlichen kaum dazu tendieren, sich beim Jugendamt aktiv um Hilfe zu bemühen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.