Streetworker sucht Dialog mit den Jugendlichen

Von: hewi
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Wegberg. Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKKS) hat sich nach längerer Beratung einstimmig für die Schaffung der Stelle eines Streetworkers ausgesprochen und schlägt dem Personalausschuss und dem Rat vor, eine Vollzeitstelle im Bereich der Jugendsozialarbeit einzurichten.

Die jährlichen Personal- und Sachkosten werden rund 80.000 Euro betragen. Derzeit werde ein Büro für den Streetworker gesucht, der nicht in der Verwaltung angesiedelt werden soll. So soll die Berührungsangst der in Frage kommenden Zielgruppe verringert werden.

Eine Entscheidung über den Standort des Büros steht noch aus. Zunächst wurde bemängelt, dass die Stelle zuerst einmal auf zwei Jahre befristet ausgeschrieben werden soll. Auch wurde hinterfragt, ob die Stadt zwangsläufig als Arbeitgeber in Erscheinung treten muss oder ob eine Kooperation mit einem sozialen Träger möglich wäre. Dies würde jedoch den Handlungsspielraum der Stadt einschränken, betonte die Verwaltung.

Ein niederschwelliges Angebot

Derzeit wird in Wegberg eine Sozialraumanalyse vorgenommen, deren Erkenntnisse im Spätherbst vorliegen werden, woraus sich auch Aktionsbereiche des Streetworkers ergeben werden. Vor allem die FDP sah sich durch die Entscheidung bestätigt. Sie hatte schon vor geraumer Zeit die Schaffung einer Streetworker-Stelle in Wegberg gefordert. Der Streetworker soll die Jugendlichen an den Plätzen aufsuchen, an denen sie sich treffen. Das niederschwellige Angebot besteht aus dem Besuch vor Ort und der Möglichkeit, den Streetworker aufzusuchen.

Neben freizeitpädagogischen Angeboten soll auch die Einzelfallberatung dazu beitragen, dass der Streetworker von den jugendlichen akzeptiert wird. Ob es neben den beiden Jugendzentren De Schuer und Shalom ein weiteres Jugendzentrum ohne Anbindung an einen Träger geben wird, hängt nach Aussage von Bürgermeister Reinhold Pillich vor allem von den Jugendlichen selber ab, die zum Dialog mit der Stadt aufgefordert werden.
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