Erkelenz - Streetworker in Erkelenz: Ansprechpartner für gesamte Jugend

Streetworker in Erkelenz: Ansprechpartner für gesamte Jugend

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Seit zehn Jahren gibt es die Streetworker-Tätigkeit in Erkelenz. Vorrangiges Ziel war es zunächst, die Förderung der Integration von jungen Spätaussiedlern zu begleiten und zu fördern.

Doch Zielgruppe der Bemühungen waren auch einheimische und ausländische Jugendliche, wie der Schöffenbericht hervorhob. „Der Streetworker fungiert als Ansprechpartner für die gesamte hiesige Jugend”, lautet das Resümee des Berichtes.

Trend zum „informellen Treff”

Brennpunkte seien derzeit nicht zu erkennen, aber der Trend zum so genannten „informellen Treff” außerhalb der Jugendzentren nahm auch in diesem Jahr zu. Für die Jugendarbeit bedeutet dies, dass flächenmäßig ein größerer Radius abzufahren sei, um die Jugendlichen an ihren Treffpunkten zu besuchen. Diese Entwicklung sei im Zusammenhang mit der Auflösung der Bauxhof-Siedlung zu sehen, hieß es in den entsprechenden Ausführungen im Schöffenbericht.

Das Streetwork-Büro im Bauxhof 38 über dem Kindergarten bleibt weiterhin bestehen und wird auch von den nun dezentral angesiedelten jungen Aussiedlern weiterhin als Anlaufstelle bei Problemen oder Fragen genutzt.

Als erfreulich wurde bezeichnet, dass sich die Mehrzahl der jungen Aussiedler heute in der Öffentlichkeit besser verhalten als noch vor zwei oder drei Jahren. Auch Sachbeschädigung und Vandalismus nahmen in diesem Jahr spürbar ab. Dies trifft besonders auf die Schulen am Schulring zu.

Auf Bolz- und Spielplätzen kommt es jedoch weiterhin vermehrt zu Sachbeschädigungen, wobei die Täter nur selten ermittelt werden können.

Immer mehr Mädchen

Zugenommen habe aber die Anzahl der einheimischen Jugendlichen, die durch Alkohol- oder Drogenkonsum auffallen. Besonders die Anzahl der Mädchen, die zum Alkohol greifen, sei gestiegen. Diese Tendenz gehe einher mit der Entwicklung, dass sich Jugendliche immer mehr der sozialen Kontrolle entziehen und sich an den informellen Treffpunkten aufhalten, wo sie gezielt besucht und angesprochen werden müssen. Die straffen Gruppenstrukturen zwischen Aussiedlern, Ausländern und Einheimischen lösen sich vermehr auf, wie zu beobachten sei. Gleichzeitig seien „Vermischungstendenzen” zu beobachten. Rückläufig sind auch die Bürgerbeschwerden über junge Aussiedler, die sich in der Öffentlichkeit auffällig oder provokativ zeigten. Die Schattenseite der Medaille: Im selben Zeitraum nahmen die Beschwerden über einheimische Jugendliche wegen desselben Verhaltens zu.

Das Klientel des Streetworkers ist zwischen zehn und 30 Jahren alt, der Schwerpunkt liege eindeutig bei den Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren. Kontakte gab es zu insgesamt 804 Personen, davon 378 weibliche und 426 männliche. 521 Personen waren Spätaussiedler. Auch bei dieser Klientel steige der Frauenanteil stetig.

Weiter Mitternachtssport

Freizeitpädagogische Angebote an junge Aussiedler fanden in diesem Jahr mangels Interesse nicht statt. Angebote wie der Mitternachtssport in der Erka-Sporthalle oder eine Tagesfahrt nach Grefrath sowie ein Skatecontest sind für 2011 geplant.
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