Strategische Zielplanung ist der nächste Schritt

Von: disch
Letzte Aktualisierung:

Kreis Heinsberg. Im Zuge der 2012 vom Kreistag beschlossenen Einführung eines Controllings in der Kreisverwaltung sollen jetzt die nächsten Schritte unternommen werden.

Die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP haben Analysen, Feststellungen und Empfehlungen, die von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) vorlegt worden sind, als „wertvolle Hilfe“ bewertet, um die angestrebte Einführung eines Controllings und einer Aufgaben- und Prozessanalyse und so die angestrebte bessere Planbarkeit der politischen Handlungsfelder zu erreichen.

Entwurf bis Ende Oktober

Gegen die Stimmen von SPD, ­Grünen und Linken votierte die Kreisausschuss-Mehrheit jetzt für einen gemeinsam von Christdemokraten und Liberalen eingebrachten Antrag: Demnach soll der Kreistag auf Vorschlag des Landrats „zeitnah“ eine strategische Zielplanung verabschieden; der Entwurf soll vom Landrat bis Ende Oktober dem Kreistag zugeleitet werden.

Auf der Grundlage dieser Zielplanung soll die Kreisverwaltung anschließend Definitionen der Standards bei der Aufgabenerledigung und der sachgerechten Stellenausstattung für die Aufgabenerledigung entwickeln und daran die Personalressourcenplanung ausrichten. Der Landrat soll dem Kreisausschuss zeitnah darlegen, welche der konkreten Empfehlungen aus dem Abschlussbericht der KGSt vorrangig angegangen werden sollen beziehungsweise aus welchen Gründen die nicht angegangenen Empfehlungen zurückgestellt werden sollen.

Auf der Basis dieser Prioritätenliste soll die Kreisverwaltung anschließend konkret die Planung des weiteren Projektverlaufs entwickeln. Empfohlen wird die Einsetzung ­einer Lenkungsgruppe, die sich über Projekte, Projektleitung, Benennung der Verantwortung für die Gesamtkoordination, Teilprojekte, Arbeitsgruppen und Thementeams berichten lassen soll. Der Landrat soll zudem halbjährlich im Rechnungsprüfungsausschuss beziehungsweise Kreisausschuss über den Stand der Projekte Bericht erstatten.

Nach Ansicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Michael Stock würde der Kreistag mit einem solchen Beschluss das Heft des Handelns aus der Hand geben. Er warnte davor, die Politik nur zum Berichtsempfänger zu machen. Dieser Kritik schlossen sich der Linke Dieter Meurer und die Grüne Maria Meurer an. Von den Fraktionsvorsitzenden der CDU und FDP, Norbert Reyans und Stefan Lenzen, wurde hingegen betont, die Politik entscheide sehr wohl bei der Entwicklung der Ziele. Franz-Michael Jansen (CDU) betonte, dass der Landrat für die Kreisverwaltung die Verantwortung trage und sie führen müsse. Und Controlling sei eben ein Führungs- und Steuerungselement.

Klausur über Controlling...?

Über Controlling und dessen Definition wurde im Ausschuss heftig diskutiert. Eine Debatte, die Landrat Stephan Pusch fast schon in die Rolle eines „Oberlehrers“ schlüpfen ließ, als er scherzhaft ankündigte , demnächst alle eine Klausur über das Thema „Controlling“ schreiben zu lassen...

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert