Kreis Heinsberg - Steuerprofis werden auch in Zukunft gebraucht

Steuerprofis werden auch in Zukunft gebraucht

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Im Finanzamt Erkelenz: Die angehenden Finanzwirte Nathalie Jütten (Mitte) und Jan Gärtner (r.) erleben im Ausbildungsbezirk unter der Anleitung der Ausbilderin Lilia Schmidt (l.) ganz nah an der Praxis, wie sich das erlernte Steuerrecht mit Leben füllt.

Kreis Heinsberg. „Die Steuererklärung auf dem Bierdeckel wird wohl weiterhin ein Wunschtraum bleiben. Auch in Zukunft werden in den Finanzämtern Steuerprofis gebraucht“, so Bernd Kappertz, Ausbildungsleiter im Finanzamt Erkelenz. Für das Jahr 2016 wird wieder verstärkt Nachwuchs eingestellt.

Nachdem in diesem Jahr bereits landesweit 597 Plätze für das duale Studium im gehobenen Dienst und 360 Plätze für die Ausbildung im mittleren Dienst vergeben worden sind, wird auch für das Einstellungsjahr 2016 mit gleich hohen Einstellungszahlen gerechnet.

Um Berufseinsteigern einen Einblick in die Ausbildung zu Steuerexperten zu geben, veranstalten die Finanzämter der Region (Erkelenz und Geilenkirchen) am Samstag, 20. Juni, im Finanzamt in ­Erkelenz an der Südpromenade 37 wieder einen Infotag rund um die Ausbildung in der Finanzverwaltung.

In der Zeit von 10 bis 13 Uhr werden Studierende, Auszubildende und Ausbilder den Interessierten für alle Fragen rund um die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wird der Ausbildungs- beziehungsweise Studienverlauf in einer circa 20-minütigen Präsentation dargestellt sowie umfangreiches Informationsmaterial angeboten.

„Eine seit Jahren bewährte Veranstaltung, um jungen Menschen die Ausbildungsmöglichkeiten in der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung nahe zu bringen, die wir sehr gerne in dieser Region anbieten“, so unisono die Dienststellenleiterin des Finanzamts Erkelenz, Dagmar Andernach-Lürken, und der Dienststellenleiter des Finanzamts Geilenkirchen, Ralf Brochhaus.

Über zwei Ausbildungsmöglichkeiten wird informiert: Angehende Abiturienten (oder Absolventen mit einem vergleichbaren schulischen Abschluss) bringen bei guten schulischen Leistungen die Grundvoraussetzungen mit für die Ausbildung zum Diplomfinanzwirt. In einem dualen Studiengang wechseln sich Studium an der Fachhochschule für Finanzen und Praxisausbildung in einem Finanzamt ab. Dabei verbringen die Studierenden 21 Monate im westfälischen Wasserschloss Nordkirchen bei Münster, das die Fachhochschule für Finanzen beheimatet. Das erlernte fachtheoretische Wissen wird in insgesamt 15 Monate dauernden Praxisphasen in einem Finanzamt sofort umgesetzt.

Mit der schulischen Voraussetzung der Fachoberschulreife (oder einem vergleichbaren Abschluss) wird eine zweijährige Ausbildung zum Finanzwirt angeboten. Auch da wechseln sich berufspraktische Ausbildungsabschnitte in einem Finanzamt und fachtheoretische Lehrgänge an der Landesfinanzschule in Wuppertal-Ronsdorf einander ab. Die Theorie-Lehrgänge dauern acht Monate. In den verbleibenden 16 Monaten wird die theoretische Ausbildung durch die berufspraktische Ausbildung im Finanzamt ergänzt.

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