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Sternsinger bringen Segen ins Kreishaus

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Rund 100 Sternsinger und Begleiter folgten in diesem Jahr der Einladung von Landrat Stephan Pusch zum Empfang im Kreishaus. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Obwohl an einem Freitagnachmittag eigentlich gar nicht mehr so viel los ist im Kreishaus, machten sich am Freitag ganz viele, eher kleine Menschen genau dorthin auf den Weg. Gekleidet in rotem Samt, in blau-goldenem Brokat, mit Kronen einfach aus goldenem Papier oder edel mit bunten Steinen verziert, folgten auch in diesem Jahr rund 100 Sternsinger und ihre Begleiter der Einladung von Landrat Stephan Pusch zu einem offiziellen Empfang in der Kantine des Kreishauses.

Schon am Eingang wurden sie von Ingrid Beschorner aus dem Büro der Regionaldekane und von Michael Kock, Vorsitzender des BDKJ in der Region, herzlich empfangen. In der Kantine hießen sie die Jugendbeauftragte Ingrid Beiten und ihre Kollegen ebenso willkommen wie Benedikt Patzelt, der neue Beauftragte für die Jugendpastoral in der Region.

Viele der Sternsinger hoben die Hand, als der Landrat zunächst fragte, wer denn schon einmal an einem Empfang teilgenommen habe. „Das zeigt offensichtlich, dass das, was wir hier machen, in eurem Sinne ist“, stellte er zufrieden fest. Für die Flüchtlinge in unserer Welt werde die Situation immer schwieriger, erklärte er dann mit Blick auf den Schwerpunkt der Sternsinger-Aktion in diesem Jahr, die besonders all die Kinder in den Blick genommen hat, die ihre Heimat verlassen mussten. Auf der Flucht treffe es immer zuerst die kleinsten und die schwächsten, so Pusch. „Dafür tut ihr ein gutes Werk. Ihr übernehmt eine ganz tolle Aufgabe, für die man euch gar nicht genug Dank sagen kann!“, betonte er.

Dank sagte er aber auch Thomas Uken, der mit ganz vielen Trommeln nach Heinsberg gekommen war und auf sein übliches Honorar verzichtete, um die Sternsinger mit einen kleinen Trommel-Workshop zu begeistern. Die Ehre, den Segen am Kreishaus anzubringen, hatten in diesem Jahr die Sternsinger aus Waldfeucht-Bockt. „Auch wir hier können den Segen von oben ganz dicke gebrauchen“, dankte ihnen Pusch. Neben den Kindern aus Bocket waren dieses Mal auch Sternsinger aus Effeld, Gangelt, Hastenrath, Heinsberg, Karken, Kempen, Kirchhoven, Keyenberg und Kleingladbach ins Kreishaus gekommen.

Wie die kleinen Sternsinger ließ sich dann zusammen mit dem Heinsberger Propst Markus Bruns auch Pusch im guten Anzug einfach auf dem Boden nieder, trommelte, klatschte und sang mit den Kindern. Nicht auf Deutsch, nein, ganz schnell gelang es Uken, den Kindern die Texte der afrikanischen Lieder beizubringen, die er ihnen mitgebracht hatte. Nach einer kleinen Stärkung mit Kakao und Keksen dankte der Heinsberger Propst den Kindern stellvertretend für Regionaldekan Gottfried Maria Graaff für ihr Engagement. „Ihr seid ein Segen für uns alle“, sagte er den Sternsingern in Anlehnung an das diesjährige Motto des Dreikönigssingens „Segen bringen, Segen sein“.

Auf den kommenden Fußballweltmeister konnte er zusammen mit den Kindern nur tippen. „Aber ihr seid schon jetzt Weltmeister“, erklärte er ihnen, „denn ihr habt teilgenommen an der weltweit größten Hilfsaktion von Kindern für Kinder.“ Ein gemeinsames Singen mit Irmgard Zielenbach und eine zweite Trommelrunde beschlossen das Programm.

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