Sternreiter genießen Freiheit und Abenteuer

Von: mb
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Auf ihrem Ritt: 80 Sternreiter mit ihren Pferden beherbergte am Wochenende die Reitanlage in Wegberg-­Merbeck. Sie genossen die stressfreie Atmosphäre dort. Fotos (4): Monika Baltes Foto: Monika Baltes
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Es ging auch um Erste Hilfe für Ross und Reiter: Uwe Brolle stellte Verletzungen und Wunden plastisch und täuschend echt nach.
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Sattelcodierung: Kerstin Meißner schlug in Merbeck die EIN (Eigentümer-Identifizierungs-Nummer) in den Sattel.
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Echt lecker: Susanne Würsig (l.), Beauftragte für den Landessternritt, freute sich über die Speisekarte.

Kreis Heinsberg. Sternreiter – schon das Wort klingt nach grenzenloser Freiheit und großem Abenteuer, nach Pferden, die Flügel verleihen. 80 Sternreiter mit ihren Pferden beherbergte die Reitanlage in Wegberg-Merbeck am vergangenen Wochenende.

Aus allen Himmelrichtungen hatten sie sich auf den Weg gemacht, um am 16. Landessternritt Nordrhein-Westfalen von der Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland (VFD) teilzunehmen.

Mit ihrem Frühstück hatten sich Dana und Pit aus Jülich und Marion und Jenny aus Mönchengladbach rund um die Feuerstelle versammelt, die am Vorabend Mittelpunkt des gemütlichen Feuerkreises mit Live-Musik war. „Bis 2 Uhr in der Früh“, lachte Annette Arlt von der Reitanlage Merbeck. Logistisch sei die Veranstaltung eine große Aufgabe, aber es gehe stressfrei zu, und die Gruppe sei nett. „Würden wir jederzeit wieder machen.“

Dana und Pit sind zwei Tage lang, begleitet von ihren vier Hunden, unterwegs gewesen. Den Weg müssen die Reiter selber organisieren, Route, Übernachtungs- und Fütterungsmöglichkeiten planen. Umso mehr genießen sie die von allen gelobte perfekte Organisation am Ziel. Was sie auf den Sternritt treibt? Dieses Einssein mit der Natur, die Landschaft genießen, auf historischen Routen unterwegs sein, reisen, und die Seele mit­nehmen. Wie heißt es doch? „Denn zwei Beine tragen deinen Körper, vier Beine tragen deine Seele.“ „Ist irgendwie auch Urlaub fürs Pferd“, meinte Pit. „Mein Sonny ist ein völlig anderes Pferd, wenn er im Wanderreitmodus ist.“ Marion und Jenny waren zum ersten Mal dabei, „weil es sich räumlich anbot“. Mönchengladbach ist ja nicht so weit weg – einen Tagesritt entfernt.

Mehrtagesritte sind aber keine Seltenheit. Die Teilnehmerin mit dem weitesten Anreiseweg, Sabine Keller, war zwei Wochen lang unterwegs und ist im 250 Kilometer entfernten Den Helder an der holländischen Nordseeküste gestartet. „Unser ältester Teilnehmer ist 76 Jahre alt, der jüngste 13“, gab Susanne Würsig, die Beauftragte der VFD für den Landessternritt NRW, zu Protokoll. Die größte Gruppe kam aus Velbert/Mettmann; 20 Reiter sind fünf Tage lang unterwegs gewesen. Übrigens: 75 Prozent der Sternreiter sind weiblich.

Rund um Pferd und Reiter drehte sich das umfangreiche Rahmenprogramm: Gemeinsam noch einmal losziehen auf drei Reit­strecken, Sattelcodierung, Erste Hilfe für Ross und Reiter, Fachvorträge zu Akupunktur und Lernverhalten, die Klärung der spannenden Frage: „Darf mein Pferd Currywurst?“ – für Abwechslung war gesorgt. Currywurst darf das Pferd übrigens nicht. Aber der Reiter schon. Currywursttopf stand dann auch auf der Mittagskarte der Ehrenamtler vom Roten Kreuz Kerpen, die schon viele Male den Landessternritts bekocht haben. „Hier wird frisch gekocht, darauf legt unser Küchenchef großen Wert“, gab Gerd Klisch bereitwillig Auskunft, der fleißig Paprika schnippelte.

Die Sternreiter genossen auf der Reitanlage in Wegberg-Merbeck die stressfreie Atmosphäre von Freiheit und Abenteuer, von Freundschaft und Gemeinschaft. Ganz so, wie es Sternreitern gebührt.

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