„Sterne des Sports“: Blutspende-Initiative gewinnt den Stern in Bronze

Von: red
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Gleich vier Preise vergab die Jury in diesem Jahr im Regionalwettbewerb „Sterne des Sports“. Das Projekt „Verein(t) Leben retten“ des 1. FC 1910 Heinsberg-Lieck wird den Kreis Heinsberg am 6. November im Landeswettbewerb vertreten.
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Markus Bartz und die übrigen Musiker der Jugendmusikschule gaben der Feier ein würdiges Rahmenprogramm.
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Den „Leuchtturmcharakter“ der preisgekrönten Projekte stellte Marketingleiter Thomas Back heraus.
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Nicht auf das Gewicht, sondern auf die Fitness komme es an, betonte Dr. Peter Wastl.

Kreis Heinsberg. „Verein(t) Leben retten“ heißt das Projekt, das sich in diesem Jahr den ersten Preis im Regionalwettbewerb „Sterne des Sports“ und damit den Stern in Bronze gesichert hat. Mehr noch freuen sich die Volksbank Heinsberg und die Initiatoren vom 1. FC 1910 Heinsberg-Lieck, dass dieser neuartige Vereinswettbewerb im Blutspenden bereits eine Einladung erhalten hat zum Landesfinale um den silbernen Stern am 6. November im NRW-Sportministerium in Düsseldorf.

Zum vierten Mal hat die Volksbank Heinsberg den Regionalwettbewerb für den Kreis Heinsberg durchgeführt. Zum dritten Mal hat mit „Verein(t) Leben retten“ ein Projekt aus der Region den Sprung in den Landeswettbewerb geschafft.

Selbst aktiv werden

Da Nazim Yildirim als Initiator des Projekts beruflich bedingt verhindert war, stellten Anna Petra Thomas und Michael Jansen die Idee zum Wettbewerb und sein erstes Ergebnis bei der Feier in den Räumen der Volksbank vor. Als bei der Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr 700 Euro übriggeblieben seien, hätten die Spieler diese nicht einfach spenden wollen, sondern den Entschluss gefasst, selbst aktiv zu werden. Sie riefen unter dem Motto „Verein(t) Leben retten“ auf zu einem Vereinswettbewerb im Blutspenden. Der Vorstand sei von dieser Idee direkt überzeugt gewesen, berichtete Jansen.

Bürgermeister ins Boot geholt

Yildirim konnte dann mit dem Landrat und mehreren Bürgermeistern sogar prominente Unterstützer gewinnen, die nicht nur Blut spendeten, sondern wie Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder sogar Werbezettel auf dem Marktplatz verteilten. Das Ergebnis der Aktion, die am 2. Februar in der Heinsberger Realschule durchgeführt wurde: 166 Blutspender in vier Stunden, darunter 63 Erstspender. Normalerweise sind es laut DRK maximal 70 Spender mit bis zu fünf Erstspendern.

Viele Menschen würden sich alleine nicht trauen, zu einer Blutspende zu gehen. „Im Kreis von Freunden oder Vereinskameraden ist diese Hürde sehr viel leichter zu nehmen“, so das Fazit von Anna Petra Thomas. Den ausgelobten Wanderpokal sicherte sich bei der ersten Auflage von „Verein(t) Leben retten“ der FSV 09 Geilenkirchen-Hünshoven mit 18 Spendern.

Auf Platz zwei der insgesamt 16 Teilnehmer bei „Sterne des Sports“ kam der BSV Wassenberg 01, dessen Engagement Peter Dohmen vorstellte. Der Verein hat Kinder aus integrativen Wohngruppen in Wassenberg erfolgreich an den Baseball-Sport herangeführt und trainiert monatlich mit Insassen der Justizvollzugsanstalt in Heinsberg. Den dritten Preis vergab die siebenköpfige Jury aus Journalisten und Vertretern des Sports an den SC Myhl Leichtathletik.

Er hat in Eigeninitiative die Sportanlage im Heinsberger Klevchen renoviert. Einen weiteren Sozialpreis erhielten die Junioren-Spielerinnen des TuS Jahn Hilfarth für ihren Haarspende-Aktionstag zugunsten krebskranker Kinder. Dabei spendeten die Spielerinnen ihre Haare für Echthaarperücken und darüber hinaus noch 12 000 Euro, die bei dem Aktionstag zusammengekommen waren.

Vorstand Klaus-Dieter Kroll dankte in seiner Rede allen Teilnehmern, den Mitgliedern der Jury und Organisatorin Lea Wolf, vor allem aber Ronnie Görtz, dem Vorsitzenden des Kreissportbundes, als „Partner an unserer Seite, ohne den die Durchführung dieses Wettbewerbs nicht möglich gewesen wäre“. Mit Ronnie Görtz und Sylvie Heck berichteten in einer ersten Gesprächsrunde mit Pressesprecher Roland Meintz zwei Jurymitglieder über ihre Arbeit.

„Sport ist eine Querschnittsaufgabe in der Gesellschaft“, betonte Görtz in diesem Zusammenhang. Um auch die gesellschaftliche Verantwortung öffentlich zu zeigen, die er wahrnehme, brauche es genau solche Wettbewerbe wie „Sterne des Sports“. Die ausgewählten Projekte hätten eine Art „Leuchtturmcharakter“. Sie seien zum einen innovativ, zum anderen aber auch leicht übertragbar, erklärte Volksbank-Marketingleiter Thomas Back.

Keine Gewissensbisse

Nach Musik einer Gruppe der Jugendmusikschule unter der Leitung von Frank Ollertz und Markus Bartz stellten sich Bürgermeister Wolfgang Dieder und Sportwissenschaftler Dr. Peter Wastl den Fragen von Roland Meintz. „Das ist bei uns kein Thema!“, betonte Dieder beim Thema Hallenbenutzungsgebühren. „Lieber fett und fit als schlank und krank“, lautete die Devise von Wastl. Es sei die Fitness, die den Menschen gesund halte. Nach diesen Worten hatte dann niemand mehr Gewissensbisse, beim anschließenden Imbiss zuzugreifen.

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