Kreis Heinsberg - Start auf dem Weg zur Klimaschutzregion

Start auf dem Weg zur Klimaschutzregion

Von: red
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Regenerative Energie statt Strom aus Stein- und Braunkohle: Das Klimaschutzkonzept soll die Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreis Heinsberg sein. Foto: Stefan Klassen

Kreis Heinsberg. Vertreter des Kreises, der Kommunen und der Versorger haben sich im Heinsberger Kreishaus zur Auftaktveranstaltung für das zu erstellende Energie- und Klimaschutzkonzept des Kreises Heinsberg getroffen.

Während sechs der zehn kreisangehörigen Kommunen bereits für ihren Bereich ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellt haben, soll das Klimaschutzkonzept des Kreises nunmehr die Gelegenheit der kreisweiten Entwicklung von Projekten und Entscheidungsgrundlagen und somit auch zur interkommunalen Zusammenarbeit bieten.

Bau- und Umweltdezernent Josef Nießen: „Die Steinkohle ist bei uns Vergangenheit, die Braunkohle die Gegenwart, die erneuerbaren Energien Gegenwart und vor allem Zukunft.“ Gleichzeitig sei der Kreis Heinsberg eine der windkraftintensivsten Regionen in Nordrhein-Westfalen. Was fehle, sei die konzeptionelle Grundlage, die man sich nun vom Klimaschutzkonzept erhoffe. „Wir brauchen Ihren Input“, wandte sich Nießen an die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung und meinte mit dem „Wir“ sowohl den Kreis Heinsberg als auch das mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes beauftragte Essener Ingenieurbüro Gertec, das auch das Klimaschutzkonzept der Stadt Wegberg erstellt hat.

Fragestellungen und Ansatzpunkte für das Kreis-Klimaschutzkonzept gibt es viele: Wo stehen die einzelnen Akteure im Klimaschutz? Wie sieht der Nutzen für die Kommunen und Bürger aus? Als Ziel wurde bei der Auftaktveranstaltung benannt, den Kreis Heinsberg zu einer Energie- und Klimaschutzregion zu entwickeln. Damit stimmte Dezernent Josef Nießen mit Gertec-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Andreas Hübner und seiner Mitarbeiterin, der Raumplanerin Lisa Maurer, überein.

Gertec schwebt für den Kreis Heinsberg eine „partizipative Maßnahmenentwicklung“ vor. Viele Akteure sollen beteiligt werden. Hübner: „Wir müssen sehen, was passt.“ Dabei werde es um große Einsparpotenziale, Wirtschaftlichkeit und regionale Wertschöpfung gehen. Einzelgespräche mit den Akteuren, Projektwerkstätten und möglicherweise eine Online-Befragung sollen zu einem Maßnahmenkatalog führen. Hübner: „Es müssen sehr konkrete Maßnahmen sein, die wir entwickeln.“

Nun gehe es an die Themensammlung, den interkommunalen Kooperationsbedarf und die Möglichkeiten, wurde bei der Auftaktveranstaltung betont. Beiträge der Kommunen und der Versorgungsunternehmen WEP Hückelhoven, EWV, NEW, Alliander und West Verkehr zeigten auf, inwieweit das Thema Klimaschutz und Energieeffizienz bereits im Kreis Heinsberg angekommen ist. Gesucht wird nun eine breite kreisweite Mitwirkung, die die Erreichung vieler Klimaschutzziele ermöglicht, hieß es im Kreishaus.

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