Selfkant-Saeffelen - Stählerner Schmuggler ziert Kreisverkehr zwischen Saeffelen und Heilder

Stählerner Schmuggler ziert Kreisverkehr zwischen Saeffelen und Heilder

Von: anna
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Werner Joerißen, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Saeffelen/Heilder, bei der Befestigung des Schmugglers. Foto: Anna Petra Thomas

Selfkant-Saeffelen. Bepackt mit einem dicken Sack eilt er vom niederländischen Koningsbosch aus kommend in Richtung Saeffelen. 2,30 Meter hoch ist die stählerne Silhouette eines Schmugglers, die jetzt den Kreisverkehr zwischen Saeffelen und Heilder ziert.

Die Idee dazu sei im CDU-Ortsverband Saeffelen/Heilder geboren worden, erzählt dessen Vorsitzender Werner Joerißen. In den Zeiten der noch geschlossenen Grenzen zwischen den Niederlanden und Deutschland habe sich hier die Hauptschmugglerroute von Konigsbosch nach Saeffelen/Dieck befunden. Vorbild für die Gestaltung sei ein Kreisverkehr in Baesweiler gewesen, den die Skulptur eines Löwen ziere.

Als Mitstreiter bei seinem ehrgeizigen Projekt konnte der Ortsverband Bauunternehmer Rolf Cleven aus Saeffelen gewinnen, der den Entwurf anfertigte und die Betonarbeiten ausführte, sowie Alexander Houben, Mitinhaber des Unternehmens Jakobs-Houben Technologie (JHT) in Geilenkirchen, der die Metallarbeiten übernahm. Unterstützung kam zudem vom Energieversorger NEW und von der Raiffeisenbank Heinsberg.

Drei Kubikmeter Beton

Ende Oktober wurde mit den Betonarbeiten begonnen. Drei Kubikmeter Beton befinden sich als Fundament unsichtbar inmitten der Kreisverkehrsinsel, drei weitere obendrauf als Sockel für den Schmuggler. Eigentlich sollte das Gesamtkunstwerk schon Anfang Dezember fertiggestellt sein, „aber es war dann doch mehr Arbeit als gedacht“, räumte Joerißen beim Aufbau ein. Der Schmuggler wurde aus wetterfestem Baustahl, „Cortenstahl“ genannt, gefertigt und wiegt allein 1,5 Tonnen.

Hatten die ersten Arbeiten noch mit einem Bagger ausgeführt werden können, reichte dieser nicht mehr, um bei schlechtem Wetter und weichem Boden den Schmuggler auf seinen Sockel zu hieven. Hier half dann kurzerhand Baustoffhändler Klaus Schürkens aus Kirchhoven mit einem Kran aus. Er hob auch die 750 Kilogramm schwere Stele auf den Sockel, die alle Nutzer des Kreisverkehrs jetzt in Buchstaben aus Edelstahl auf den Ort Saeffelen hinweist.

Im Frühjahr soll der Kreisverkehr bepflanzt werden. Die Patenschaft für die Pflege hat die Raiffeisenbank übernommen.

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