Stadt Wegberg prescht beim Bahnhofsgelände vor

Von: hewi
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Wegberg. Die geplante Umgestaltung des Bahnhofs stand beim Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr auf der Tagesordnung. Denn obwohl er in einem durchaus sanierungswürdigen Zustand ist, zeigt die Bahn AG als Eigentümer keinerlei Interesse an einer Investition in das Wegberger Bahnhofsgelände.

Also ist die Verwaltung zur Tat geschritten und hat ein Planungsbüro beauftragt, ein Konzept zu erstellen, wie der Bahnhof und sein Umfeld aufgepeppt werden können.

Denn der Bahnhof sei gerade für Reisende ein Tor in die Stadt, wie der technische Beigeordnete Rudolf Fabry erklärte.

Das Planungsbüro Berg und Partner stellte zwei Varianten zur Umgestaltung des Bahnhofs beziehungsweise seines Umfeldes vor. Die Kosten würden bei beiden Varianten zu einem Großteil seitens der Bezirksregierung gefördert.

In der Variante 1, die nur den Vorplatz beinhaltet, ist mit rund 375.000 Euro an Kosten zu rechnen, von denen die Stadt knapp 93.000 Euro zu tragen hätte.

Variante 2 mit Vorplatz und Bahnhofsgelände würde mit rund 623.000 Euro zu Buche schlagen, von denen knapp 150.000 Euro auf die Stadt entfielen. Die vorgestellten Maßnahmen beinhalten eine Umgestaltung des Parkplatzes und der Grünflächen zwischen Bahnhofsstraße und Bahnhofsgelände sowie des Taxistandes und die Schaffung einer überdachten Abstellanlage für Fahrräder und einen ebenfalls überdachten Wartebereich für die Fahrgäste.

Das ehemalige Toilettenhäuschen könnte in einen Kiosk umgewandelt werden, um die Aufenthaltsqualität am Bahnhof zu verbessern.

Die große Variante 2 beinhaltet auch die Überarbeitung des Bahnsteigbereichs, der barrierefrei gestaltet werden sollte. Dies käme auch den Bemühungen der Stadt entgegen, denn viele der Gäste reisen mit Rädern im Gepäck an.

Auch wurden bauliche Maßnahmen empfohlen, die ein Überqueren der Bahngleise von der gegenüber liegenden Jakob-Hoogen-Straße aus verhindern und somit zur Sicherheit der Fahrgäste beitragen sollten.

Ein Problem stellt dabei das Bahnhofsgebäude dar, das sich in Privathand befindet. Angesichts der Kosten, die auf die Stadt zukommen, müsste daher auch das Gespräch mit dem Eigentümer gesucht werden, um auch ihn bei der geplanten Umgestaltung mit ins Boot zu holen.

Da erhebliche Kosten auf die Stadt und den Steuerzahler zukämen, beantragte Wolfgang Bennewirtz von der CDU eine Vertagung des Themas, damit die Fraktionen in Ruhe darübert beraten können. Sollte der Ausschuss in einer weiteren Sitzung grünes Licht geben, wird ein Förderantrag bei der Bezirksregierung gestellt.
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