Erkelenz-Golkrath - Stadt Erkelenz: 47 Ortschaften bilden eine große Familie

Stadt Erkelenz: 47 Ortschaften bilden eine große Familie

Von: syn
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In der Golkrather Mehrzweckhalle: Bürgermeister Peter Jansen begrüßte am Samstag wieder viele Gäste zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Erkelenz. Foto: Koenigs

Erkelenz-Golkrath. Trotz „Daisy” und Schneeverwehungen hatten viele Gäste am Samstagvormittag den Weg in die Golkrather Mehrzweckhalle zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Erkelenz gefunden.

Bürgermeister Peter Jansen wertete das stürmische Wetter als Zeichen für das neue Jahr. Denn in 2010 werde es auch in Erkelenz stürmisch zugehen.

Dass Golkrath diesmal der Veranstaltungsort war, habe mit der Vielfalt in Erkelenz zu tun, wie Jansen betonte. Er bezeichnete Erkelenz als „Familienverbund” aus 47 Ortschaften. Daher sei es nur richtig, auch reihum in allen Ortschaften zu feiern. 2010 werde für alle Kommunen ein schweres Jahr werden, betonte er.

Einnahmeverluste und die Auswirkungen der Finanzkrise seien vor Ort in den Kommunen angekommen. Trotzdem sei die Lage in Erkelenz vergleichsweise gut, obwohl „Standards in manchen Dingen auf den Prüfstand” gebracht und Prioritäten für den Haushalt gesetzt werden müssten. „Beliebig jedem Wunsch nachzugeben, bedeutet alles zu gefährden.”

Im vergangenen Jahr sei es gelungen, trotz einbrechender Steuereinnahmen und steigender Kosten im Sozialbereich „aus einem prognostizierten Verlust einen Gewinn im Jahresabschluss” zu machen. Dies sei vor allem den Erkelenzer Unternehmen zu verdanken.

Doch auch die Arbeit der GEE, die günstiges Bauland anbieten könne, und eine „sachliche Haushaltspolitik mit Augenmaß” seien für diese positive Entwicklung verantwortlich. 2010 könne „noch ohne Abstriche” entsprechend der bisherigen Beschlusslage gesichert werden. Die betreffe vor allem Projekte im Schulbereich und in den Umsiedlungsstandorten.

Bund und Land forderte Jansen auf, für eine auskömmliche Finanzierung der Städte und Gemeinden zu sorgen und „nicht nur Lasten abzuwälzen”. Die Kosten im Sozialbereich würden „ohne Einflussmöglichkeit durch die Stadt” deutlich ansteigen.

Für 2010 sagte Jansen ein Einnahmenminus von rund neun Millionen Euro voraus. Die Gewerbesteuereinnahmen würden jedoch mit rund 19,5 Millionen Euro erneut gegenüber dem Vorjahr steigen. Die Kreisumlage werde rund 21 Millionen Euro betragen. Der Spielraum für die freiwilligen Leistungen werde immer geringer. „Ohne Wenn und Aber” stehe er aber auch hinter dem Ausbau der wohnortnahen Betreuung der Unterdreijährigen. Im Bereich der Schulen kündigte er an, dass eine Verbesserung der Qualität und nicht eine Erhöhung der Quantität das Ziel der Bemühungen sein werde. Auch da sei Unterstützung durch das Land nötig.

Weiterhin würden durch konservative Haushaltsplanung und vorausschauendes Handeln Spielräume geschaffen.
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