Kreis Heinsberg - Staatlich geprüfte Techniker stark im „Teamwork“

Staatlich geprüfte Techniker stark im „Teamwork“

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Am Berufskolleg des Kreises Heinsberg in Erkelenz: Im Rahmen ihrer Ausbildung zu staatlich geprüften Technikern präsentierten die Projektteams ihre Arbeiten. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Als staatlich geprüfte Techniker verabschiedete die Fachschule für Technik am Berufskolleg des Kreises Heinsberg in Erkelenz die Absolventen. Einige von ihnen haben zusätzlich die Berechtigung zum Besuch einer Fachhochschule erworben und erhalten damit die Zulassungsvoraussetzung zu einem weiterführenden Ingenieurstudium.

Die Absolventen sind: Marcel Bauer, Sascha Berg, Dominik Delahaye, Sebastian Delahaye, Alexander Gust, Eduard Hagen, Stephan Jansen, Dennis Jeleniowski, Thomas Meehsen, Anja Meisterfeld, Victoria Neuhoff, Wilhelm Pfaffenroth, Markus Plum, Dominik Roschke, Thomas Rosenzweig, Mustafa Saki, Christian Speen und Stefan Tischendorf. Gratulationen sprachen zur Verabschiedung die Lehrer der Abschlussklasse – Martina Flöth, Johannes Haas, Bernhard Kauenberg und Jens Christiansen – sowie Schulleiter Paul-Günther Threin aus.

Ein besonderes Gewicht kommt in der vierjährigen Ausbildung, die am Berufskolleg Erkelenz in Teilzeit angeboten wird, der Projekt­arbeit zu. Sie wird im Zusammen­wirken mit regionalen und überregionalen Firmen als „Teamwork“ von den Studierenden erstellt und erfordert ein hohes Maß an Zusammenarbeit und Planung. Die Projektarbeit ist nach Angaben des Berufskollegs eine wichtige Schnittstelle zur praxisnahen Arbeit und daher eine exzellente Vorbereitung auf die spätere Tätigkeit eines Technikers. Sie umfasst Bauteil- und Kostenberechnungen, Konstruktions- und Fertigungszeichnungen, Montageanleitungen und Sicherheitsaspekte. Als Kooperationspartner fungierten in diesem Schuljahr die Firmen Neuman & Esser (Übach-Palenberg) ­sowie ATB Schorch und Rhenus Lub (beide Mönchengladbach).

Ziel dieser Projektarbeit ist es, die einzelnen Fachgebiete zusammenzuführen und den Nachweis der Befähigung zu problem- und lösungsorientiertem Handeln zu erbringen. Die Themenstellungen konnten von den Studierenden selbst erarbeitet und eingereicht werden. Kontakte mit Firmen wurden geknüpft und praxisorientierte Problemstellungen bearbeitet. Die Projektarbeit beschäftigte die neuen Techniker über insgesamt 320 Stunden. In der Fachschule für Technik fand während der Projektarbeit kein weiterer Unterricht statt. Die Projektarbeit lieferte den lernorganisatorischen Rahmen, in dem – losgelöst von Zuordnungen zu anderen Fächern oder Lernfeldern – erworbene Kompetenzen angewandt und weiterentwickelt werden konnten. Bei der Projektarbeit standen der Bildungsgangleiter Johannes Haas und der Klassenlehrer Jens Christiansen den Studierenden beratend zur Seite, um zu gewährleisten, dass die Projekte sowohl realisierbar sind als auch dem Anforderungsniveau gerecht werden. Die Projektarbeit wurde auf dem Zeugnis unter Angabe des Themas mit einer Note ausgewiesen und hatte den Status eines Faches.

Voraussetzungen

In die Fachschule wird aufgenommen, wer den Facharbeiter- beziehungsweise Gesellenbrief in einem technischen Beruf oder eine einschlägige Berufstätigkeit von fünf Jahren vorweisen kann. Besteht ein einschlägiges Berufsausbildungsverhältnis, ist bei besonderer Qualifikation die Aufnahme ab dem zweiten Lehrjahr auch schon zu diesem Zeitpunkt möglich.

Entwicklungstechnik

Die Fachschule für Technik bietet die Fachrichtung Maschinenbautechnik mit dem Schwerpunkt Entwicklungstechnik an. Im ersten Ausbildungsabschnitt werden schwerpunktmäßig Kommunikations- und Informationstechniken vermittelt. Dazu gehören zum Beispiel CAD, SPS und MS Office. Alle Kurse haben einen Umfang von 40 bis 80 Stunden, die Teilnahme wird zertifiziert. Weitere Schwerpunkte sind die Vermittlung von mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Grundlagen, wie zum Beispiel Maschinenelemente und Mechanik, sowie ein 160-stündiger Englischunterricht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit eine Ausbildereigungsprüfung abzulegen. Im zweiten Abschnitt werden ausschließlich die Lernbereiche „Entwicklung und Konstruktion von Produkten und Betriebsmitteln“, „Herstellen von Produkten und Betriebsmitteln“ sowie „Betriebliches Management“ unterrichtet.

Die Fachschule für Technik in Erkelenz kooperiert mit der Fachhochschule Aachen (Campus Jülich). Bei Aufnahme eines Ingenieurstudiums an der FH in Jülich erkennt diese Prüfungsleistungen, die in Erkelenz abgelegt wurden, an. Dadurch haben die Erkelenzer Fachschulabsolventen die Möglichkeit, ihre Studienzeit deutlich zu verkürzen.

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