Kreis Heinsberg - St.-Martins-Kleidersammlung: Ehrenamtliches Engagement zahlt sich aus

St.-Martins-Kleidersammlung: Ehrenamtliches Engagement zahlt sich aus

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
9282836.jpg
Freude bei der Spendenübergabe im Pfarrheim von Gangelt-Birgden: Regionaldekan Gottfried M. Graaff (l.) und Lutz Braunöhler (2. v. l.), Vorsitzender des Katholikenrates, überreichten die Spendenzusagen an die Vertreter der einzelnen Projekte. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Ehrenamtliches Engagement zahlt sich aus: Diese Erkenntnis wurde bei einem überaus erfreulichen Termin im Pfarrheim von Gangelt-Birgden eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Dort stand jetzt die Verteilung des Erlöses aus der St.-Martins-Kleidersammlung 2014 an.

Die Zahlen waren wieder einmal beeindruckend. Bei der regionalen Sammlung am 15. November waren 1300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vier Stunden lang im Einstaz, 117 Traktoren und Kleinlastkraftwagen waren unterwegs. Eingesammelt wurden insgesamt 162,66 Tonnen Altkleider. Dies erbrachte zunächst einen Umsatz von 58.500 Euro ein, von dem aber die Kosten – so für die 120.000 vertelzen Kleidersäcke und Handzettel oder für die Fahrzeugversicherungen – abzuziehen waren. Der Reinerlös in der stolzen Höhe von 45.100 Euro, der nun verteilt wurde, stimmte alle Anwesenden im Pfarrheim Birgden mehr als fröhlich.

Dank an alle Helfer

Lutz Braunöhler, Vorsitzender vom Katholikenrat der Region Heinsberg, blickte bei der Feierstunde zurück auf die Anfänge der St.-Martins-Kleidersammlung, die vor über 40 Jahren von Franz Korte, dem ehemaligen Regionalstellenleiter, gemeinsam mit Prälat Arnold Poll inittiert worden war. Dank galt der Caritas, die seit den 90er-Jahren sehr stark in der Organisation engagiert ist. Braunöhler sprach von einer „Erfolgsgeschichte“ dieser Kleidersammlung – dank des ehrenamtlichen Engagement in den Pfarren. So galt sein Dank vor allem auch den Helferinnen und Helfern vor Ort sowie den Pfarreien in der Region, die ihrerseits die Martinskleidersammlung unterstützen würden. „Das Engagement vor Ort ist einzigartig und vorbildlich“, so Braunöhler. Es wäre nach seiner Ansicht toll, wenn alle den Impuls in den Gemeinden und Projekten weitervermitteln würden, damit noch mehr Funken überspringen. Seine Bitte sei es, so weiterzumachen, denn das sei gut so im Sinne des St.-­Martinsgedankens vom Teilen und Menschen helfen, „denen es nicht so gut geht“.

„Dieser Betrag in Höhe von 45 100 Euro ist ein Geschenk für uns alle“, sagte Regionaldekan Gottfried M. Graaff, der beim Blick auf den Gewinn eine schöne wirtschaftliche Umverteilung erkannte, die bereits Tradition in der Region habe. „Ich bin da in jedem Jahr aufs Neue begeistert vom ehrenamtlichen Engagement vor Ort“, so Graaff. Alle würden voller Stolz ihr Gesicht zeigen und erklären: „Wir gehen über das normale Maß hinweg und tun mehr“, blickte Graaff in die Runde und ­applaudierte. Zusammen mit Lutz Braunöhler überreichte der Regionaldekan die Zertifikate an die insgesamt 14 Projekte.

Lob für Ralf Zanders

Ein Lob von Graaff galt auch dem Referenten Ralf Zanders aus dem Büro der Regionaldekane, der als ein bis in die Haarspitzen motivierter Mitarbeiter für die Organisation der St.-Martinskleidersammlung in der Region Heinsberg verantwortlich ist. „Er ist wie sie alle mit viel Herzblut dabei, damit die Basis lebendig sein kann,“ sagte der Regionaldekan und wiederholte den Appell vom Vorsitzenden des Katholikenrates: „Bitte so weitermachen und ihren Funken überspringen lassen!“

Ralf Zanders im Büro der Regionaldekane organisiert diese Kleidersammlung und stellt fest: „Die Zusammenarbeit mit Kolping-Recycling GmbH zahlt sich für uns aus.“ Die eingesammelten Kleider werden nach Angaben von Zanders gewogen, pro Tonne wird Summe X ausbezahlt. So erbrachten 162,66 Tonnen diesmal 58 500 Euro – vor Abzug der Kosten. Und was geschieht mit den Kleidern? Jedes Stück wird per Hand und Auge begutachtet, wird geprüft, ob dies noch zeitgemäß und tragbar ist. Solch gute Sachen kommen in Second-Hand-Shops, andere Sachen gehen nach Afrika und werden dort von lokalem Kleingewerbe aufbereitet und für einen geringen Obolus an die arme Bevölkerung verkauft. Sachen, die überhaupt nicht mehr verwertbar sind, werden farblich sortiert. So wird beispielsweise alles, was blau ist, gepresst. Dies geht in die Automobilindustrie und dient unter anderem als Unterböden für Veloursteppiche. Alles andere geht in den großen Schredder, daraus werden unter anderem Putzlappen hergestellt.

Preise für Jugendgruppen

Der Unterstützerpreis für die an der Sammlung beteiligten Jugendgruppen – gestiftet vom Katholkenrat – ging an die Messdiener von St. Josef in Heinsberg-Laffeld (200 Euro), an die Malteserjugend von St. Marien in Wassenberg (150 Euro) und an die Messdiener von St. Laurentius in Erkelenz-Houverath (100 Euro).

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert