St.-Martins-Kleidersammlung: 34.000 Euro für soziale Zwecke

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Vertreter von zehn Einrichtungen und Organisationen freuten sich über einen Anteil aus dem Erlös der Kleidersammlung, den Katholikenratsvorsitzender Lutz Braunöhler (l.) und Regionaldekan Gottfried Graaff (2.v.r.) überreichten. Mit dabei:Franz Korte (r.), der die Sammlung vor 40 Jahren initiiert hatte. Foto: Wolters

Kreis Heinsberg. Mit 187 Tonnen lag das Ergebnis der von den katholischen Pfarreien in der Region Heinsberg im Herbst trotz Dauerregen erfolgreich organisierten St.- Martins-Kleidersammlung nur um eine Tonne unter dem Ergebnis von 2009.

Organisator Ralf Zanders vom Büro der Regionaldekane begrüßte jetzt im Pfarrheim von St. Hubertus Kirchhoven die Vertreter von zehn sozial tätigen Einrichtungen und Organisationen. Für sie war der Erlös bestimmt. Und der fiel trotz der geringfügig niedrigeren Sammlungsmenge mit insgesamt 34.000 Euro erfreulicherweise deutlich höher aus als im Vorjahr.

Als besondere Gäste begrüßte Zanders im Rahmen der Feierstunde Regionaldekan Gottfried Graaff und den Vorsitzenden des Katholikenrates, Lutz Braunöhler, „der für die große Laiengemeinschaft steht, die diese Aktion in der Region trägt”, so Zanders. Willkommen hieß er zudem Franz Korte, der vor genau 40 Jahren die Kleidersammlung initiierte, die auch heute noch als eine der größten nicht kommerziellen Sammlungen in Deutschland gilt.

Genauso lange schon engagieren sich in Kirchhoven Angehörige der Pfarrei für Schwester Christa in Santa Cruz in Bolivien. Sie gehörten nicht nur zu denen, die sich über einen Anteil aus dem aktuellen Erlös freuen durften. Hans-Josef Geffers, Leo Schmitz und Stefan Szarka vom Missionskreis hatten zudem eine eindrucksvolle Dia-Schau zusammengestellt, in der sie im Namen von Schwester Christa berichteten, was diese mit den Erlösen aus der Sammlung für die armen Menschen in Bolivien bisher verwirklicht hat. „Das Geld dafür kam von Ihnen”, hieß es in dem verlesenen Grußwort von Schwester Christa. Zu sehen waren eine Kindertagesstätte, die von 140 Kindern besucht wird, Unterrichtsräume für die Schule, die bis zum Abitur führt, oder einen Computerraum, wo Schüler Arbeiten für Studenten aus der Stadt schreiben und sich so selbst Geld für ein eigenes Studium verdienen.

Geffers stellte dann das neue Projekt vor, mit dem die soziale Arbeit dank des Erlöses aus der jüngsten Sammlung fortgesetzt werden soll: Über die bereits angebotenen Alphabetisierungskurse hinaus soll es jetzt Bildungsangebote für Frauen realisiert werden, die ihnen einen Einstieg in die Berufstätigkeit erleichtern: als Näherin, Friseurin oder Bäckerin für gesundes Brot.

Mit kleinen Euro-Beträgen Großes getan

„Hier haben wir gesehen, was mit eigentlich kleinen Euro-Beträgen Großes getan werden kann”, dankte Zanders für den Vortrag. Aus einer langen Kette mit vielen kleinen Schritten ergebe sich ein derart großes Ergebnis, pflichtete ihm Graaff bei, bevor er gemeinsam mit Braunöhler die Spenden an die Vertreter der Einrichtungen und Organisationen übergab. „Wir dürfen hier beide die Hände sein, die das weiterreichen, was uns anvertraut wurde. Was Ihnen damit in die Hände gegeben wird, ist ein Zeichen christlicher Nächstenliebe”, so Graaff. Der Regionaldekan dankte allen ehrenamtlichen Helfern der Aktion, vor allem den vielen Jugendlichen, aber auch den Senioren, die sich bereits über Jahrzehnte für die Sammlung engagieren würden.

Von dem Erlös aus der St.-Martins-Kleidersammlung erhielten jeweils 1000 Euro das Projekt Aktion Interplast von St. Petrus Übach-Palenberg, der Stadtteiltreff der KAB Birgden in der GdG Gangelt, der Förderverein Abbé George in Burundi von der GdG Wegberg und der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Erkelenz, 2000 Euro der Hilfsverein Amos in Oberbruch sowie jeweils 3000 Euro die Initiative Kids und Co in Heinberg, die Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums Erkelenz, das Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum in Heinsberg sowie das Projekt Schwester Christa in Bolivien von St. Hubertus Kirchhoven. 16.000 Euro gingen an die Caritas-Werkstatt in Schierwaldenrath.

Bei der Auslosung von Geldpreisen für die helfenden Jugendgruppen, die vom Katholikenrat gespendet wurden, gingen 200 Euro an die Pfarrbrief-Boten von St. Maria und Elisabeth in Erkelenz, 150 Euro an die Roverstufe der Pfadfinder in Dalheim und 100 Euro an die Messdiener von Herz-Jesu Aphoven.
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