St. Lambertus erstrahlt in neuem Glanz

Von: Christian Bosten
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Björn Daniel (oben) und Thoma
Björn Daniel (oben) und Thomas Vidmar von der Spezialfirma „Instrumente Ladach” beim Abbau der Orgel in der Erkelenzer Pfarrkirche St. Lambertus. Foto: Sommer

Erkelenz. Vielleicht steckt eine christliche Symbolkraft dahinter, dass der Abbau der großen Oberlinger-Orgel in der Pfarrkirche St. Lambertus kurz vor dem Osterfest beendet sein wird. Denn mit Ostern, dem Hochfest der katholischen Kirche, ist gleichzeitig Neuanfang und Aufbruch verbunden.

Eine Aufbruchstimmung, die sich derzeit wie ein roter Faden durch die gesamte Erkelenzer Gemeinde zieht. Die Erkelenzer Orgel, die 33 Jahre prägend für St. Lambertus war, wird ihren neuen Platz in der belgischen Kirchengemeinde Saint Nicolas in La-Roche-en-Ardenne finden. Einzig der Zimbelstern und das Glockenspiel bleiben der katholischen Pfarrgemeinde erhalten und werden in die neue Orgel integriert werden. Als Übergangsinstrument steht deshalb eine elektronische Orgel bereit, die aber nicht den musikalischen Nerv von Pastor Werner Rombach trifft. Bis zum Ende dieses Jahres soll daher eine kleinere Chororgel den Platz der ehemaligen Oberlinger-Orgel einnehmen.

Kirchenfenster

Mit dem Orgel-Abbau und der Anschaffung eines kleineren Instruments ist ein klares Ziel verbunden. Das von der gewaltigen Orgel über Jahre verdeckte Kirchenfenster soll in seiner Gesamtheit wieder in den Vordergrund treten. Dadurch besteht die Möglichkeit, wieder eine Symmetrie herzustellen. Das von Hubert Spierling erstellte Kirchenfenster, das das „Himmlische Jerusalem” zeigt, ist thematisch mit dem Kirchenfenster zur Marktseite verknüpft, das das „Lamm auf dem Berge Sion” darstellt. Somit besteht bald die Chance, bei Sonneneinstrahlung den Chorraum im besonderen Glanz erstrahlen zu lassen.

Kosten stemmen

Bei aller Euphorie rund um die baulichen Aktivitäten in und um St. Lambertus gilt es, Kosten zu stemmen. Neben den 1,8 Millionen Euro für die Sanierung der Kirchturmspitze sind 1,1 Millionen Euro für die neue Orgel eingeplant. Voraussetzung für den Orgelneubau, den die Mönchengladbacher Orgelbaufirma Scholz in die Hand nimmt, ist eine Zielfinanzierung von 80 Prozent der veranschlagten 1,1 Millionen Euro. Ist diese Marke erreicht, kann von Seiten des Bistums Aachen grünes Licht für die Auftragserteilung gegeben werden.

Um Einnahmen zu generieren, ist dieser Tage eine Benefiz-CD eingespielt worden, auf der zum einen die Orgel von St. Lambertus als auch die Glocken zu hören sein werden. Bis zum Sommer soll die CD fertig sein, wobei der Erlös für den Orgelneubau bestimmt ist. Kantor Stefan Emanuel Knaur gibt einen ersten Eindruck preis: „Es wird sich um keine reine Glocken-CD handeln, denn auch die abgebaute Orgel wird auf der CD musikalisch gewürdigt werden.” Gleichzeitig sind Melodien enthalten, die vom Spieltisch der Beieranlage aus auf den Glocken eingespielt werden. Die musikalische Bandbreite der Glockenmelodien soll das gesamte Kirchenjahr kennzeichnen. Kantor Knaur hofft, dass die Erteilung zum Bau der neuen Orgel nicht zu lange dauern wird, damit das neue Instrument seinen Platz auf einer Empore vor dem Torbogen unter dem Kirchturm findet. Dann ist Knaur optimistisch, wird sich der neue Klang durch den gesamten Kirchenraum von St. Lambertus entfalten können.
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