Kreis Heinsberg - Spracherwerb als Grundstein für späteren Erfolg

Spracherwerb als Grundstein für späteren Erfolg

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Kreis Heinsberg. Das Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wird um ein weiteres Jahr verlängert.

Dies teilte der Heinsberger CDU-Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers mit, der sich darüber freute, „dass für drei Kindertagesstätten aus dem Kreis Heinsberg auch im kommenden Jahr Fördergelder aus dem Bundeshaushalt fließen werden“.

Mit dem Programm setzt sich die Bundesregierung nach Angaben von Oellers dafür ein, dass jedes Kind von Anfang an faire Chancen habe. Gute Bildungsangebote in den Kitas sollten deshalb so früh wie möglich bundesweit zur Verfügung stehen.

Das Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ setze daher bereits in der frühen Kindheit an und richte sich an Einrichtungen, die Kinder unter drei Jahren betreuen und überdurchschnittlich häufig von Kindern mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Familien besucht würden.

Laut Oellers sollte das erfolgreiche Programm zur Sprachförderung ursprünglich zum Ende des Jahres auslaufen. Das Bundesministerium habe nun die Verlängerung des Programms für die rund 4000 Schwerpunkt-Kitas bundesweit bis zum 31. Dezember 2015 angekündigt. Dafür stelle der Bund weiterhin rund 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Koalitionsvertrag

„Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, die erfolgreiche alltagsintegrierte sprachliche Bildung durch spezialisierte Fachkräfte im Bundesprogramm fortzuführen und die sprachliche Bildung weiter in den pädagogischen Alltag der Kitas zu integrieren.

Um diese gesellschaftliche Aufgabe fortzuführen und den zahlreichen Bitten auf Fortführung des wirkungsvollen Bundesprogramms über Ende 2014 hinaus Rechnung zu tragen, soll die Bundesförderung für die bundesweit rund 4000 Schwerpunkt-Kitas bis zum 31. Dezember 2015 fortgesetzt werden“, erläuterte der Abgeordnete.

Das Programm erkenne Spracherwerb als Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf. Vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen hätten Kindern in der Vergangenheit den weiteren Bildungsweg und damit den späteren Einstieg ins Erwerbsleben erheblich erschwert. Betroffen seien vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund, so Oellers.

Die Einzelkitas erhalten nach den Angaben des Christdemokraten eine finanzielle Förderung im Umfang einer halben Fachkraftstelle mit herausgehobener und schwieriger, verantwortungsvoller Tätigkeit sowie Sachkosten (zum Beispiel Lehr- und Lernmittel, Fortbildungen, Honorare oder Coaching) und Gemeinkosten (zum Beispiel anteilige Miet­kosten) in Höhe von insgesamt 25.000 Euro pro Jahr.

Im Kreis Heinsberg sollen weiterhin drei Kitas durch das bundesweite Projekt gefördert: in Heinsberg die Städtische Kindertagesstätte Heinsberg II, in Geilenkirchen das AWO-Familienzentrum Integrative Kita Stadtmitte und in Hückelhoven die Städtische Kindertageseinrichtung/Familienzentrum „Traumland“.

Oellers erklärte: „Für die gesellschaftliche Integration von Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund, aber auch für Kinder aus deutschen Familien, die vertiefte sprachliche Betreuung benötigen, ist dies ein positives Zeichen.“

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