Kreis Heinsberg - „Spitzentöne“: Begeisterung bei Premiere

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„Spitzentöne“: Begeisterung bei Premiere

Von: us
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Die Solisten bei der Konzertreihe „Spitzentöne“ bei der Premiere im Rondell im Klevchen. V.l. nach r : Paul Rivinius (Klavier), Eva Dollfuß (Violine) Hannah Forg (Violine), Paula Roggen (Violine),Magdalena Bücker (Cello), Thao My Le (Viola) und Hannah Heinrichs (Cello). Foto: us)

Kreis Heinsberg. Die neue Konzertreihe „Spitzentöne“ mit Nachwuchstalenten und Spitzenmusikern aus der Region wurde kreiert von der Jugendmusikschule Heinsberg, der Kreismusikschule Heinsberg und der Kreissparkasse Heinsberg.

So kamen die Besucher in den Genuss eines beachtenswerten Kammermusikabends, als die Premiere der Konzertreihe im Rondell im Heinsberger Klevchen stattfand. Im Mittelpunkt standen kleinere Kammermusikbesetzungen sowie solistische Darbietungen. Moderator Jörg Lengersdorf führte souverän durch das Programm.

Großer Spannungsbogen

Hannah Forg (Violine), Paula Roggen (Violine), Thao My Le (Viola) und Magdalena Bücker(Cello) eröffneten mit dem ersten Satz aus Joseph Haydns Streichquartett G-Dur op. 9 Nr. 3 das Konzert. In wohlakzentuiertem Zusammenspiel überzeugten die jungen Musikerinnen aus dem Kreis Heinsberg nicht nur durch ihre musikalische Leistung, sondern auch durch ihr intensives Aufeinandereingehen.

Die 13-jährige Violonistin Hannah Forg verstand es bei der Thais-Meditation von Jules Massenet hervorragend, den großen Spannungsbogen zu halten, den ein derart inniges Werk von einer Geigerin fordert. Zarte, fein hingehauchte Töne, ebenso zart und gefühlvoll begleitet am Flügel von Vater Michael Forg, bescherten den Zuhörern ein besonders schönes Klangerlebnis.

Der erste Satz der Sonate e-Moll für Violoncello und Klavier op. 38 von Johannes Brahms, solistisch hervorragend gespielt von Hannah Heinrichs, überzeugte sofort mit großer Intensität und warmem Celloton. Am Klavier begleitet wurde die junge Künstlerin vom Leiter der Jugendmusikschule, Theo Krings. Ausgefeilte Phrasierungen und feine tonliche Differenzierungen fanden zu einem filigran verflochtenen Notenteppich zusammen.

Zum Abschluss des ersten Programmteils erklang von Gabriel Fauré das „Apres un reve“, eine Vertonung einer italienischen Madrigaldichtung, die das Erwachen nach einem tiefen Schlaf und verliebten Träumen schildert.

Freude am Musizieren

Am Anfang des zweiten Teils stand Johannes Brahms‘ Sonate in A Dur. Mit Eva Dollfuß (Violine), der aus Erkelenz stammenden stellvertretenden Konzertmeisterin der Dresdener Philharmonie, präsentierte sich eine Solistin mit Feingefühl und Fingerarbeit par excellence.

Paul Rivinius (Klavier), einer der renommiertesten Kammermusikpianisten, begleitete sie am Flügel. Beide Künstler begeisterten die Zuhörer mit ihrer immensen Musikalität, ihrer Virtuosität und mit ihrer einzigartigen Freude am Musizieren.

Zu einem erlesenen Kunstgenuss wurde die von Leos Janacek 1914 komponierte Violinsonate d-moll. So ging der begeisternde Kammer­musikabend der neuen Konzertreihe mit lang anhaltendem Beifall zu Ende.

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