„Spitze im Westen 3.0“: WFG ist sehr zufrieden

Von: disch
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WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski hat im Rahmen der Kampagne „Spitze im Westen“ den Lückenschluss zwischen deutscher A 46 und niederländischer A 2 in den Blickpunkt gerückt. Foto: defi
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Axel Wahlen ist bei der WFG Projektleiter für „Spitze im Westen“. Foto: WFG (Brunn)

Kreis Heinsberg. Vor drei Jahren wurde die dritte Auflage des Standortmarketings für den Kreis Heinsberg gestartet – begleitet von unserer Zeitung als exklusiver Medienpartner der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG). Drei Jahre „Spitze im Westen 3.0“ – der geeignete Zeitpunkt, um mit WFG-­Geschäftsführer Ulrich Schirowski und seinem Stellvertreter Axel Wahlen Bilanz zu ziehen.

Wie ist die Kampagne in diesen drei Jahren aus Sicht der WFG gelaufen?

Wahlen: Wir sind sehr zufrieden! Außerhalb der Region haben die fast 20 Lkw-Auflieger, die ein Heinsberger Unternehmen uns großzügig als rollende Werbeflächen zur Verfügung gestellt hat, seither die Kunde vom Spitzenstandort im Westen auf Millionen gefahrener Kilometer durch Deutschland und Europa verbreitet. Aber dies war eigentlich nur als willkommene Ergänzung zum eigentlichen Ansatz gedacht. Ihre wesentliche Wirkung sollte und konnte die Kampagne in die Region hinein entfalten und uns somit dem Ziel der Selbstbewusstseinsbildung für den Wirtschaftsstandort Kreis Heinsberg und seine starken Unternehmen einen deutlichen Schritt näherbringen.

Dass dies durchaus auch außerhalb des Kreisgebietes wahrgenommen wird, wurde uns kürzlich bei einem der wichtigsten Ansiedlungserfolge der vergangenen Jahre vom Geschäftsführer der Großbäckerei Kamps, Thomas Prangemeier, bestätigt, als dieser im Erstkontakt explizit diese Art des Standortmarketings positiv hervorhob. Zu der erfreulichen Binnenwirkung von „Spitze im Westen“ hat auch die Medienpartnerschaft mit Ihrem Haus beigetragen, über die wir es in den vergangenen Jahren Interessierten ermöglicht haben, viele unserer 18 starken Standortpartnerunternehmen aus dem Kreis einmal im Rahmen eines exklusiven Blicks hinter die Kulissen kennenzulernen. Die vielfältige Berichterstattung darüber war auch für unsere mitwirkenden Unternehmenspartner ein wichtiger Nutzen aus der Kampagne.

Wie bewerten Sie die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises in den vergangenen drei Jahren, immerhin gab es doch so manche große Neuansiedlung und auch so manche erfreuliche Veröffentlichung der Landesstatistiker zur wirtschaftlichen Dynamik des Kreises Heinsberg?

Schirowski: Mit den Statistiken ist das immer so eine Sache – ich bin da oftmals ein wenig skeptisch. Aber Sie haben grundsätzlich Recht: Anhand einer ganzen Reihe wichtiger regionalökonomischer Faktoren lässt sich eine gute bis sehr gute wirtschaftliche Entwicklungsdynamik für den Kreis Heinsberg ablesen. Und dabei handelt es sich nicht nur um Momentaufnahmen, sondern einen in den letzten Jahren deutlich abzulesenden positiven Trend. Darüber freuen wir uns natürlich sehr. Aber noch viel wichtiger als die statistischen Daten sind uns die Fakten. Da sind zum einen die bedeutenden Ansiedlungserfolge der letzten Jahre. So etwas lenkt auch überregional die Aufmerksamkeit auf den Investitionsstandort Kreis Heinsberg.

Dadurch verstärkt sich eine Dynamik, die man vor einigen Jahren so sicherlich nicht unbedingt erwarten konnte. Wir sind allerdings so realistisch, dass wir jetzt nicht automatisch von ein bis zwei solcher Großansiedlungen im Jahr ausgehen dürfen. Denn das Ansiedlungsgeschäft ist und bleibt immer eine große Herausforderung – und die Konkurrenz schläft nicht. Gleichwohl: Wir arbeiten dran! Wenn wir aber über die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Heinsberg sprechen, dann sollte man aber nicht nur die Neuansiedlungen im Blick haben. Noch wichtiger ist die positive Entwicklung der Bestandsunternehmen, die ja nicht zuletzt in den angesprochenen Statistiken ablesbar ist. Diese Unternehmen sind das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft – und das gilt es weiter zu stärken.

Genau das ist ein zentraler Aspekt unserer Arbeit. Und das gilt auch im Kontext der Kampagne „Spitze im Westen“. Denn die richtet sich ja nicht nur nach außen, sondern bewusst auch nach innen. Sie will die Unternehmen mitnehmen, ein Wir-Gefühl für den Kreis Heinsberg erzeugen. Das ist uns ganz wichtig – und ich glaube, auch das ist uns bislang recht gut gelungen.

Als „Spitze im Westen 3.0“ vor drei Jahren begann, standen zwei „Meilensteine“ in der Verkehrsinfrastruktur gerade im Blickpunkt: Die Kreisstadt Heinsberg hatte wieder Anschluss an das Bahnnetz gefunden. Die Arbeiten an der „Verlängerung“ der Autobahn 46 in Richtung Niederlande – wenn auch „nur“ als Bundesstraße 56 – liefen auf Hochtouren. Mit einiger Verzögerung ist diese Straße nun also fertiggestellt. Sie haben die A46/B56n als die Entwicklungsachse des Kreises bezeichnet. Was versprechen Sie sich konkret von diesem Lückenschluss zwischen der deutschen A46 und der niederländischen A2?

Schirowski: Ganz klar: Mit dem ­Lückenschluss verbessern wir unsere Lagegunst in der viel zitierten Mitte Europas verkehrsinfrastrukturell noch mal spürbar. Und das ist einer der ganz entscheidenden Faktoren für Unternehmen. Der Ballungsraum Rhein-Ruhr und die wichtigen Entwicklungsräume in Benelux erhalten eine gute neue Direktverbindung mitten durch den Kreis Heinsberg.

Damit rücken wir noch näher an die Seehäfen an der belgischen und niederländischen Küste. Und apropos Häfen: Da darf man auch nicht die für uns zunehmend wichtiger werdenden Containerterminals entlang der Maas vergessen, allen voran den Hafen Born, der nur wenige Kilometer Luftlinie hinter der Gemeindegrenze Selfkant liegt, dort, wo die B56n über die N297 an die niederländische A2 anknüpft. Durch diese zusätzlichen Verbesserungen unserer Standortfaktoren gewinnen wir weiter an Attraktivität für Unternehmensansiedlungen. Und dies werden wir natürlich im Rahmen unseres Standortmarketings weiter betonen – sozusagen ins Schaufenster stellen. Und dann werden wir sehen, was passiert.

Aktuell sind die Vorbereitungen für „Spitze im Westen 4.0“ die nächste Auflage von „Spitze im Westen“ angelaufen. Wie soll es weitergehen mit dem Standortmarketing?

Wahlen: Tatsächlich steigen wir in den nächsten Wochen in die Akquise der Partnerunternehmen für den Kampagnenzeitraum 2018-2020 ein. Dabei setzen wir auf viele bewährte Bausteine. Kernelemente der Idee bleiben der gemeinsame Ansatz unter Einbeziehung starker Standortpartnerunternehmen aus dem Kreis sowie der augenzwinkernde Tenor bei den Botschaften der Kampagne. Noch konsequenter als bisher schon wollen wir künftig digital wirkende Inhalte zum Einsatz bringen. So ist unter anderem vorgesehen, die Standortbotschaften aller mitwirkenden Unternehmen jeweils auch in ein eigens produziertes Videoporträt einzubinden.

Zur Website von „Spitze im Westen“

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