Kreis Heinsberg - Spielzeit der Meisterkonzerte endet mit „Finale furioso”

Spielzeit der Meisterkonzerte endet mit „Finale furioso”

Von: ulla
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Kreis Heinsberg. Das siebte Meisterkonzert der Anton-Heinen-Volkshochschule in der Erkelenzer Stadthalle beendete die Spielzeit mit einem „Finale furioso”.

Mit drei Klaviertrios von Mozart, Mendelssohn-Bartholdy und Brahms setzte das Trio con brio Kopenhagen ein musikalisches Ausrufezeichen hinter eine gelungene und erfolgreiche Reihe der traditionellen Meisterkonzerte.

Seit zehn Jahren gibt es dieses Trio mit den beiden koreanischen Schwestern Soo-Jin Hong und Soo-Kyun Hong und dem dänischen Pianisten Jens Elvekjaer. Es hat zahlreiche internationale Preise gewonnen und ist in den bedeutendsten Musikzentren der Welt aufgetreten.

Die Fachpresse lobt das Trio überschwänglich mit Begriffen wie „sprudelnde Spielfreude”, „magischer Dialog”, „luftiges Zusammenspiel” und „Perfektion”. Und von der Stimmigkeit dieser Charakterisierungen konnte sich ein begeistertes Publikum in der gut besetzten Halle überzeugen.

Schon die Reihenfolge der ausgewählten Stücke im Programm zeugte von einem ausgesprochen guten Gespür für dramatische und musikalische Steigerungen, wobei man manchmal das Gefühl haben konnte, nicht „nur” ein Trio zu hören, sondern ein ganzes Orchester.

Das Konzert begann mit dem Klaviertrio B-Dur KV 502 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Das Wort „Konzert”, das ja eigentlich „Wettstreit” heißt, erhielt dabei eine überzeugende musikalische Bestätigung, indem nämlich Klavier, Violine und Violoncello gleichberechtigt als Solo- und Begleitinstrumente die Freude am Spiel um des Spielens willen unterstrichen.

Es folgte das Klaviertrio c-Moll op. 66 von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), sicher auch eine Hommage an den vor 200 Jahren geborenen klassisch-romantischen Komponisten, ein Werk, das sich durch Dramatik und Leidenschaft auszeichnet.

Besonders eindrucksvoll ist der Finalsatz, in dem Themen anderer Komponisten, die nicht einfach übernommen, sondern weiter verarbeitet wurden, zu hören sind. Bach, Brahms, Bruckner, Mahler schimmern gewissermaßen durch Melodien und Harmonien.

Nach der Pause folgte das Klaviertrio C-Dur op. 87 von Johannes Brahms (1833-1897), ein Stück voller manchmal überraschender Einfälle, kunstvoller Variationen, aber auch als geistreicher musikalischer Spaß, wie er im Schlusssatz ausdrücklich benannt wird: Allegro giocoso.

Nach viel Beifall und den Blumen gab es als Zugabe in Erkelenz den letzten Satz aus Haydns Klaviertrio D-Dur, bei dem noch einmal die Meisterschaft aufblitze - sowohl eines der großen Klassiker als auch der jungen Musiker aus Kopenhagen.
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