Kreis Heinsberg - Spielerisch die Welt des Museums entdeckt

Spielerisch die Welt des Museums entdeckt

Von: Anna Petra Thomas
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„Immer dem Pinsel nach“ lautete auch dieses Mal das Motto, nach dem die Kinder ihr Finissage-Publikum durchs Museum und dann ins Atelier führten. Foto: Anna Petra Thomas
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Pia Rogalla vor dem „Bildnis Mathilde“, das sie für ihre Maske inspirierte. Foto: Anna Petra Thomas
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Die beiden Kulturpädagoginnen Annica Dietrich (links) und Danjana Kuhlmann. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Das Porträt von Mathilde Begas, gemalt 1883 von Oscar Begas, hatte es Pia Rogalla ganz besonders angetan, vor allem ihr türkisfarbenes Kleid und der goldene Kranz um den Anhänger ihrer Kette herum. Das sollten dann auch die Farben von Pias Maske werden, verziert mit goldglänzenden Steinchen.

Wie die zwölfjährige Karkenerin, Schülerin des Heinsberger Kreisgymnasiums, verbrachten auch in diesem Jahr wieder 24 Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen je eine Woche ihrer Herbstferien zusammen mit den beiden Kulturpädagoginnen Annica Dietrich und Danjana Kuhlmann im Heinsberger Begas-Haus. Dietrichs Konzept und die Durchführung wurden dabei erneut vom Programm „Kulturrucksack NRW“ gefördert.

Ziel ist, Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren spielerisch in die Museumswelt einzuführen, die sie dann als Inspiration für ganz eigene Kunstwerke verwenden können. Am Anfang stand ein Rundgang durchs Museum, danach ein sogenanntes Stationen-Malen. Dabei hatte jeder ein Blatt Papier vor sich und konnte das Werkzeug der jeweiligen Station zusammen mit Farbe ausprobieren: vom Pinsel über Bürste oder Rolle bis hin zum großformatigen Rakel. „Nicht nachdenken, einfach nur machen“, lautete die Devise.

Von Anfang an würden die Teilnehmer lernen, ganz frei zu sein in ihrer Arbeit, über Farben oder auch abstrakte Formen ihre Befindlichkeiten auszudrücken, erklärte Dietrich. So entstanden zunächst ihre ganz individuellen Kompositionen mit Farben, zunächst auf Papier und dann auch auf einer Leinwand. Dann galt es, sich im Museum erneut inspirieren zu lassen für die Fertigung und farbige Gestaltung einer eigenen Gesichtsmaske.

Im Rahmen einer Finissage am letzten Tag des Workshops stellten die Teilnehmer ihren Eltern, Geschwistern, Großeltern und Freunden dann ihre Werke im Rahmen einer Führung durchs Museum vor. „Immer dem Pinsel nach“, lautete dabei auch dieses Mal wieder die Devise. Nach einer kurzen Einführung in die Welt der Künstlerfamilie Begas führten die jungen Künstler ihr Gäste zu den Kunstwerken, die sie für ihre jeweilige Maskengestaltung ausgewählt hatten.

Da war Pia Rogalla mit dem „Bildnis Mathilde“, zu dem sie sogar ein Elfchen geschrieben hatte, oder auch Felix Weidenhaupt (11) aus Erkelenz, der das Bild des „Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen“ von Carl Joseph Begas dem Älteren für sich gewählt hatte. Das Rot und Gelb seiner Maske symbolisiere das Feuer, das Grün die Schuppen des Drachen, erklärte er.

Die Führung endete im Atelier des Museums, wo die Kinder anhand einer Ausstellung aller Werkzeuge auch noch einmal ihre Arbeiten erläuterten. Ihr Hobby sei eigentlich eher Shopping, so Pia Rogalla. Eine ganze Woche im Museum hat auch sie zum ersten Mal verbracht. „Das war einfach schön“, sagt sie und fühlt sich der Erfüllung ihres Berufswunsches wieder ein bisschen näher. Sie will Designerin werden.

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