Spender wollen nachhaltige Projekte möglich machen

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Kreis Heinsberg. Mitunter sorgen Mitmenschen für große Überraschungen. Dies durften Helga Troiber-Geller und Monika Klüppel, Leiterinnen der Caritas-Jugendhilfe für den Kreis Heinsberg, erfreut feststellen. Denn gleich mehrere Spender erklärten sich bereit, Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien zu unterstützen.

So sponserte die Aktion Lichtblicke für fünf Mädchen und Jungen ein dreitägiges Fördertraining bei Kastes Fußball-Schule mit Thomas Kastenmaier, Fußballlehrer und Ex-Bundesliga-Profi, inklusive Trainingssachen und Verpflegung während der Sommerferien.

„Dies war eine tolle Sache für die Kinder, die sonst nie die Möglichkeit, an diesem Fußballcamp teilzunehmen und Fussball-Profis so nah zu erleben, gehabt hätten”, so Helga Troiber-Geller.

Kurz darauf wurden Vertreter der Heinsberger Aktion „Strahlende Kinderaugen”, initiiert vom Coiffeurteam Pfeil und Sandra Classen-Krüppel Grafik Design, bei der Caritas-Jugendhilfe vorstellig, um ihre Bereitschaft zur Förderung nachhaltiger Projekte kundzutun. So kam es, dass einem Mädchen nicht nur der Gitarrenunterricht für ein Jahr, sondern auch eine Gitarre gesponsert wurde.

„Die sorgeberechtigte Großmutter des Kindes hatte versucht, den Unterricht zu bezahlen und war kurz davor, diesen wieder wegen Geldnot zu kündigen”, berichtete Helga Troiber-Geller. Das Mädchen habe nun die Möglichkeit, sämtliche Grundkenntnisse zu erlernen.

Zudem unterstützte die Aktion „Strahlende Kinderaugen” eine Wendo-Schulung als Selbstbehauptungs- und Konflikttraining für Kinder mit dem Ziel der Gewaltprävention sich selbst und anderen gegenüber. Es geht darum, dass die Kinder selbstbewusst genug werden, sich Übergriffen und Aggressionen verbal und körperlich zu entziehen.

Ihre Zustimmung hätten die Vertreter der Aktion „Strahlende Kinderaugen” bereits gegenüber einem weiteren Vorschlag der Caritas-Jugendhilfe signalisiert, so Troiber-Geller. „Wir wollen einige Familienpatinnen in türkischer Sprache bei der Volkshochschule des Kreises ausbilden lassen, um Menschen mit Migrationshintergrund besser beraten zu können.” Zuversichtlich sei sie auch, Unterstützung von Seiten der Aktion zu bekommen bei den Ideen, Patinnen dahingehend zu schulen, Eltern nach dem Verlust eines Kindes oder Kinder nach Verlust eines Angehörigen zu begleiten, sowie ehrenamtliche Kurberater ausbilden zu lassen.

„In der Jugendhilfe sind wir unendlich froh, dass wir so eine Ergänzung unserer professionellen Arbeit erfahren”, betonten Monika Klüppel und Helga Troiber-Geller. „Denn bei der professionellen Hilfe in besonders schwierigen Lebenssituationen für Kinder, junge Menschen und Familien stoßen wir oft auf Bedarfe, die wir nicht erfüllen können.”

Dass da dann andere Menschen helfen würden, sei nicht selbstverständlich. Auch die Eltern wüssten, dass dies „Geschenke” seien, die es zu würdigen gelte, so die Leiterinnen der Caritas-Jugendhilfe für den Kreis Heinsberg.
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