SPD Wegberg: „CDU-Mehrheit knacken”

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Wegberg. Die Sozialdemokraten treten bei der bevorstehenden Kommunalwahl mit einem Wahlprogramm an, das ein „Gutes Leben in Wegberg” verspricht.

So stand die Mitgliederversammlung des Ortsvereins ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahl, für die die Direkt- und Reservelistenkandidaten bestimmt werden mussten. Mit der Bürgermeisterkandidatin Nicole von den Driesch will man der Stadt im Falle eines Wahlsieges auch „ein neues Gesicht” geben.

Als Ziel für die Wahl erklärte von den Driesch, die absolute Mehrheit der CDU knacken zu wollen. Rückblickend erklärte sie aber auch, dass die Europawahl ihr einige bittere Momente beschert habe. Zum einen waren nur rund zwei Fünftel der Wahlberechtigten zu den Urnen gegangen, zum anderen bezeichnete sie das gute Abschneiden der Liberalen in Wegberg als „unverdient”.

Der Fraktionsvorsitzende Harald Kersten bezeichnete in seinem Bericht aus dem Rat das christdemokratische Konzept zur Kommunalwahl als „Alten Wein in neuen Schläuchen”. Er erinnerte an die „CDU-Bomben”, die für den Wegberger Steuerzahler teuer geworden waren. Von der falschen Entwicklungsplanung des Einkaufszentrums an der Molkerei über die Fehlplanung bei der Wiedervermietung des Klosters sowie die Ramacher und Ophover Mühle bis hin zum „Millionengrab” Krankenhaus reichte seine Aufzählung.

Auch bei der Schulpolitik sprach er von Versäumnissen. Der CDU bescheinigte er eine „Rolle rückwärts” bei den offenen Ganztagsgrundschulen. Die Ansiedlung der Waldorfschule in Dalheim sei gegen den Widerstand der CDU geschehen. Auch bei der Gesamtschule werde „aus ideologischen Gründen” gemauert. An öffentlichen Gebäuden sei seit Jahren gespart worden, weshalb sich zum Beispiel das Maximilian-Kolbe-Gymnasium derzeit in „einem desolaten Zustand” befinde.

„Nichts Neues in Wegberg, wir treten seit Jahren auf der Stelle”, lautete sein Fazit. Daher setze die SPD auf wichtige Zukunftsthemen wie Kinder- und Jugendfreundlichkeit, Betreuungsangebote für unter Dreijährige, einen selbst verwalteten Jugendtreff und ein vernünftiges Konzept für die Unterbringung Obdachloser und Asylbewerber, denn „die Heider Straße kann keine Dauerlösung sein”.

Zum gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten der Oppositionsparteien, der kurz im Gespräch war, betonte Kersten, dass weder Grüne noch FDP zuverlässige Partner seien. „Wir haben es uns nicht leicht gemacht, aber die Bedingungen waren nicht annehmbar”, sagte er.
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