SPD trotz und alledem: Weiter wie bisher

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Hückelhoven-Hilfarth. Sie können es nicht lassen. Unterschwellige oder offene Stänkereien gehören bei den Hückelhovener Sozialdemokraten einfach dazu. So knisterte es auch auf der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Windelen.

Bei der Vorstandswahl stand auch die eine oder andere Spitze zwischen den Genossen auf dem Programm. Dabei ging es um politisch „bedeutsame” Themen wie ein „Zeitungsabo auf Kosten der Mitgliederbeiträge”, zu hohe Aufwendungen einzelner Vorstandsorgane, vorenthaltene Kassenberichte und verschwundene „Metallständer”, um die sich der Vorstand bei der Wahl geprellt gefühlt hatte.

Stichwort Wahl: In seinem Bericht hob der Vorsitzende Dietmar Moll hervor, dass die Herausforderung in Form von gleich drei entscheidenden Wahlen im vorigen Jahr die Partei ziemlich mitgenommen habe. Vor allem das Ergebnis der Kommunalwahl bezeichnete er als „Schlag ins Gesicht” für diejenigen, die im Wahlkampf gut gearbeitet hätten. So ist die Zahl der Mandatsträger erheblich geschrumpft. Auch einen stellvertretenden Bürgermeister stellen die Sozialdemokraten nicht mehr. Dementsprechend sind auch die Auswirkungen der fehlenden Abgaben aus der Ratsfraktion in der Parteikasse spürbar.

Passend zum Thema ließ Kassierer Thomas Hensel eine Spendendose rundgehen. „Wir haben unsere Probleme in der Partei”, betonte Moll. Trotzdem appellierte er an die Genossen, dass es möglich sein müsse, gute Arbeit zu leisten, „damit wieder bessere Ergebnisse kommen”.

Auf dem Programm stand auch ein Thema, das dem Vorstand und der Fraktion gleichermaßen am Herzen liegen: Auflösung der Distrikte. Noch kurz vor der Veranstaltung war aus den Distrikten heraus versucht worden, den Punkt von der Tagesordnung zu nehmen und die Entscheidung zu vertagen. Zur Streichung der Distrikte bedurfte es einer Satzungsänderung, der zwei Drittel der Mitglieder auf der Versammlung zustimmen mussten. Als Grund nannten Fraktionsvorsitzender Willi Spichartz und der Vorsitzende Moll den zunehmenden Mitgliederschwund und die „mangelnde Effizienz der Partei vor Ort”.

Eine Abschaffung der Distrikte würde, so die Argumentation, den Vorstand stärken und die Zusammenarbeit mit den Orten schlanker und effektiver gestalten. Die Gegner aus Baal und Doveren hielten dem entgegen, dass man es so belassen sollte, wie es war, und die Distrikte damit zu stärken. Bei der Abstimmung setzten sich die Befürworter der Auflösung mit 34 von 50 Stimmen gegen die Gegner durch. Neben zwölf Gegenstimmen gab es eine Enthaltung. Drei Genossen nahmen erst gar nicht an der Abstimmung teil.

Die anschließenden Wahlen fanden mit weniger Mitgliedern statt, da einige nach der Diskussion um die Satzungsänderung den Raum verlassen hatten. Der Vorstand um den Vorsitzenden Dietmar Moll wurde bestätigt. Als dritter Stellvertreter rückt nun Thomas Schidlack auf und verstärkt Monika Rother und Hubert Müller. Thomas Hensel wurde als Kassierer ebenso in seinem Amt bestätigt wie Pressesprecher Willi Spichartz und Mitgliederbeauftragter Erwin Heymes.

Als neuer Schriftführer verstärkt Georg Weber das Team. Den Kreis der Beisitzer bilden Lisanne Leseberg, Barbara Heymes, Ulla Krichel, Siegrid Röhring, Nicole Breuer, Kerstin Moll, Jörg Leseberg, Peter Esser, Mario Wiedenhöft und Volker Fajger.
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