SPD: „Kein Bündnis mit der CDU”

Von: hewi
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Erkelenz. Die SPD hat auch in Erkelenz einiges an Stimmen verloren. Im Rat sind die Sozialdemokraten nun mit acht anstelle der bisher zehn Mandate vertreten.

Neben dem Mitgliederschwund nannte der bisherige stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Dieter Spalink auf der Mitgliederversammlung in der Oerather Mühle auch die Überalterung des Ortsvereins als ein drängendes Problem, dem sich die Partei stellen müsse. Trotz des Verlustes zweier Mandate habe die SPD im Rat nun eine bessere Ausgangslage als vor fünf Jahren.

Er betonte, dass es ein Bündnis mit der CDU nicht gebe. „Es gab keines und es wird keines geben”, erklärte er. „Es gibt da nichts Schriftliches.” Alles Weitere werde sich zeigen. Allerdings lobte er die gute Zusammenarbeit mit den Christdemokraten. Darüber hinaus hatte er weiterhin Positives zu berichten: So sei nach längerer Zeit wieder eine Juso-AG am Start. Als weiteren wichtigen Schritt nannte er auch die Auflösung der Distrikte, durch die der Ortsverein straffer organisiert werden könnte. Die Partei müsse sich von „überkommenem Ballast” befreien, um die politische Arbeit effizienter gestalten zu können.

Spalink hatte im vorigen Jahr den Vorsitz des Ortsvereins kommissarisch von Norbert Blumenhofen übernommen und wurde auf der Versammlung bei einer Gegenstimme zum Vorsitzenden gewählt. Ein relativ aktuelles Thema bewegte die Genossen jedoch immer noch: Der Austritt des langjährigen Genossen Wilfried Mercks, der die SPD im Streit um die Besetzung des Jugendhilfeausschusses verlassen hatte. Denn die Genossen hatten sich bei der Nominierung für die SPD-nahe AWO entschieden und nicht für das DRK, dem Mercks als Geschäftsführer vorsteht.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters betonte, dass es keine Entscheidung gegen Mercks, sondern für die AWO gewesen sei. Da die SPD nur einen Verband nominieren konnte, habe man sich einstimmig für die AWO entschieden. In den Jugendhilfeausschuss ist Mercks durch die CDU gekommen, die drei Vorschlagsmöglichkeiten hatte. „Wir haben seine Entscheidung zu akzeptieren”, betonte Wolters.

Alt-Bürgermeister Erwin Mathissen nannte die Ereignisse, die zum Austritt Mercks´ geführt hatten, „unschön”. Ratsherr Ferdinand Kehren betonte, er akzeptiere Mercks´ Austritt aus den von ihm vorgebrachten Gründen nicht. „Auf solche Leute können wir verzichten”, erklärte er jedoch im Rahmen der teils kontroversen Debatte.

Ralf Derichs wies darauf hin, dass es Verdienst der SPD sei, dass Mercks durch die CDU in den Ausschuss einziehen konnte. Am Handeln der sozialdemokratischen Verhandlungsführer gebe es nichts auszusetzen.
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