SPD kann von Losentscheid profitieren

Von: kl
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Herzlich gratulierten die unterlegenen Kontrahentinnen Christel Honold-Ziegahn (l.) und Astrid Wolters (r.) dem wiedergewählten Bürgermeister Peter Jansen. Foto: Lenz

Erkelenz. Die SPD im Erkelenzer Stadtrat könnte von einem Losentscheid zwischen CDU und DIHS profitieren, der nach einer erneuten Berechnung des Wahlergebnisses möglich ist.

Wahlleiter Dr. Hans-Heiner Gotzen müsste nämlich am Dienstag bei der Sitzung des Wahlausschusses im Rathaus losen, wenn der Kreis Heinsberg die Neuberechnung des Endergebnisses bestätigt, die die Stadt Erkelenz am Montagmorgen vorgenommen hat nach der ersten, vorläufigen Berechnung am Wahlabend.

Fiele das Los auf die CDU, verlöre die DIHS ihr einziges Mandat. Nutznießer wäre die SPD, die ein Mandat hinzubekäme, da die CDU bereits jetzt Überhangmandate hat und nicht mehr als die bisherigen 21 Sitze erhalten kann. Die SPD käme wie die Grünen dann auf acht Sitze.

An einer einzigen Stimme könnte das Schicksal der DIHS hängen. Nach der ersten Berechnung der Stadt mit einer langjährigen, bewährten Methode ist sie nicht relevant. Danach bliebe die DIHS im Stadtrat. Nach der Berechnungsmethode des Landesinnenministeriums, die sich in Nuancen unterscheidet, ist sie von Bedeutung. Nach dieser Berechnung besteht für einen Sitz eine Gleichheit zwischen CDU und DIHS auf vier Stellen hinter dem Komma.

Wegen dieses Sitzes müsste gelost werden, es sei denn, es „findet” sich noch eine Stimme. „Das ist ein kompliziertes Berechnungsverfahren. Ausgerechnet in Erkelenz bringt es einen äußerst ungewöhnlichen Sonderfall zu Tage”, erläuterte Gotzen. Nach der Auszählung vom Sonntag hat die DIHS 219 Stimmen - eine mehr und die Berechnung würde wieder anders ausfallen.

Seit Montagmorgen wird im Rathaus gezählt und gerechnet. Der Kreis Heinsberg ist ebenso eingeschaltet wie das Landesinnenministerium. Mit einer endgültigen Entscheidung ist erst im Wahlausschuss am Dienstag zu rechnen.
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