Sparkassen-Stiftung als „Brücken-Finanzierer“

Von: disch
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Zur Eröffnung der Festwoche hießen Sparkassendirektor Thomas Pennartz (l.) und Kuratoriumsvorsitzender Peter Jansen (r.) den Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, willkommen.
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Ein Bürgerfest zum Auftakt: Die Band just:is spielte am Freitagabend auf dem Johannismarkt in Erkelenz auf. Das einwöchige Fest der Begegnung der Sparkassen-Stiftung hat damit begonnen. Fotos (2): Passage Foto: Passage

Kreis Heinsberg. Der Zentralratsvorsitzende der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, hat das Engagement der Sparkassen-Stiftung für Völkerverständigung als „Kitt unserer Gesellschaft“ bezeichnet. Zum Auftakt der Jubiläumsfestwoche aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Stiftung war Mazyek am Freitagabend in der KSK-Hauptstelle in Erkelenz der Hauptredner bei einem Festakt, den die Kreismusikschule mitgestaltete.

„Mit der Sparkassen-Stiftung stellt sich die Sparkasse ihrer Verantwortung für die Menschen in unserer Grenzregion“, sagte Thomas Pennartz als Vorstandsvorsitzender sowohl der Kreissparkasse als auch ihrer Stiftung. Das Zusammenwachsen Europas und die Integration der Menschen sollten aktiv angegangen werden.

„Begegnungen bauen Brücken, und Brücken schaffen Verbindungen“, zitierte der Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums eine Botschaft aus der Einladung. Beim Blick zurück auf die vergangenen 25 Jahre stellte er Maßnahmen der Stiftung wie Euro-Jugend-Treff und Euro-Jugend-Seminar sowie Begegnungspreis und Integrationspreis heraus. Jansen erinnerte aber auch daran, dass die Stiftung seit ihrer Gründung mehr als 1500 kleine Begegnungen und Austauschmaßnahmen finanziell unterstützt habe.

Dabei entstandene Freundschaften seien mit der schönste Lohn der Stiftungsarbeit, denn sie seien langfristig angelegt und würden dann einfach so funktionieren – „von Mensch zu Mensch“. Um im Brückenbild zu bleiben, bezeichnete er die Stiftung als „Brücken-Finanzierer“. Die vielen Einrichtungen, Partnerschaftsvereine und Institutionen, welche die Beziehungen ins Ausland pflegen würden, seien die Brückenbauer und der stabile Untergrund. Und eine Brücke müsse nicht immer Ländergrenzen überwinden, sondern könne auch eine kleine Brücke vielleicht zu Nachbarn mit anderer Herkunft sein.

Aiman A. Mazyek, der – geboren in Aachen – sich selbst als „waschechter Öcher Jong mit Migrationshintergrund“ vorstellte, plädierte für einen konstruktiven Dialog. Es müsse eine Debatte geführt werden, die nicht ausgrenze, sondern jede Kultur und jede Religion ihren entsprechenden Platz einnehmen lasse. Mit Gelassenheit und Humor statt mit Angst solle agiert werden, sprach er sich für ein Wetteifern um die guten Taten aus.

Es sei wichtig, dass Deutschland bereit sei, Flüchtlinge aufzunehmen, zu helfen und zu teilen, stellte er das Engagement Tausender Ehrenamtlicher lobend heraus. Angesichts von Fundamentalisten jeglicher Couleur, von denen Hass und Zwietracht ausgingen, sagte er, die Demokratie müsse stets neu verteidigt werden. Und er wiederholte einen markanten Satz, den sowohl er selbst als auch Bundespräsident Joachim Gauck bei einer interreligiösen Mahnwache in Berlin nach den Pariser Terror-Anschlägen gesagt hatten: „Wir alle sind Deutschland!“

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