Selfkant - Spannender Kampf um jede Sekunde

Spannender Kampf um jede Sekunde

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Radsport-Ereignis der Extrakla
Radsport-Ereignis der Extraklasse: Das Mannschaftszeitfahren der Eneco-Tour führte am Dienstag durch den Selfkant - mit dem Anstieg auf der Bergstraße in Hillensberg. Foto: agsb

Selfkant. Das Mannschaftszeitfahren der Eneco-Tour hat sich am Dienstag zu dem erhofften spannenden Kampf gegen die Uhr entwickelt: Am Ende war bei diesem Radsport-Ereignis der Extraklasse jede Sekunde entscheidend.

Das australische Team Orica - Green­edge lag im Tagesklassement dieser zweiten Etappe mit 21:09,34 Minuten für die 18,9 Kilometer lange Distanz als Sieger schließlich nur eine Sekunde (ganz genau genommen sogar nur 69 Hundertstelsekunden) vor der belgischen Formation Omega-Pharma - Quickstep mit Tom Boonen, Sylvain Chavanel, Niki Terpstra & Co. Eine weitere Sekunde zurück, landete die russische Mannschaft Katusha, die bei der Zwischenzeitnahme in Hillensberg noch hauchdünn vorne gelegen hatte, auf dem dritten Rang vor dem niederländischen Paradeteam Rabobank (unter anderem mit Lars Boom, Marc Ren­shaw und Bram Tankink), das als Viertplatzierter nur vier Sekunden mehr benötigte als der Sieger.

Eindrucksvolle Fernsehbilder

Eindrucksvolle Fernsehbilder vom faszinierenden Teamradsport lieferte dieses Rennen. Und auch Szenen und Impressionen aus dem Selfkant - von Kameraleuten auf Motorrädern oder vom Hubschrauber aus aufgenommen - waren in der TV-Live-Übertragung immer wieder zu sehen.

Denn immerhin führte diese Etappe mit Start und Ziel in Sittard über 9,4 Kilometer durch das Gebiet der Gemeinde Selfkant. Tüddern, Höngen, Süsterseel und Wehr wurden passiert, ehe in Hillensberg der Anstieg auf der Bergstraße doch von manchen Fahrern Tribut forderte. Da war erst der Kampf gegen den Wind - und dann folgte eben der nicht zu unterschätzende, in der Spitze bis zu zehn Prozent steile Anstieg. Einige Fahrer mussten abreißen lassen - so auch der bis dahin Führende in der Gesamtwertung, Auftaktsieger Marcel Kittel vom Team Argos - Shimano. Der Thüringer musste nach dem Zeitfahren das „Leiderstrui”, das Trikot des Spitzenreiters, abgeben an den Belgier Jens Keukeleire vom Team Orica - Greenedge.

Mehr als 160 Starter

Die vielen Zuschauer, die sich insbesondere am markantesten Punkt der Strecke, auf der Bergstraße in Hillensberg, eingefunden hatten, feuerten alle mehr als 160 Fahrer an, bekannte Starter (wie Alberto Contador, Alessandro Petacchi oder David Millar) ebenso wie Namen, die eher Radsport-Insidern etwas sagen. Vom Publikum unterstützt wurden besonders die „Nachzügler” - und ganz besonders die Sturzopfer vom Team BMC Racing. Was war passiert? Als Marcus Burghardt den Anschluss verlor, hatten sich die anderen Fahrer umgeschaut. Mit fatalen Folgen: Es kam zu einem Sturz, in den drei Fahrer verwickelt waren: Klaas ­Lodewyck blieb erst einmal verletzt liegen, nahm aber dann doch das Rennen wieder auf. Mit kräftigem Applaus und aufmunternden Anfeuerungsrufen „trugen” die Zuschauer ihn wie auch seine Teamkollegen den Anstieg hinauf.

Medienpartner bei der Eneco-Tour-Passage in Hillensberg

Der Zeitungsverlag Aachen begleitete als ­Medienpartner die Eneco-Tour-Passage in Hillensberg. Regionalredakteur Dieter Schuhmachers begrüßte eine ganze Reihe interessanter Gesprächspartner auf der NEW/West-Bühne und versorgte die zahlreichen Zuschauer mit vielen wissenswerten Informationen rund um das Rennen.

Bürgermeister Herbert Corsten zeigte sich ebenso wie Ortsvorsteher Hans-Josef Kaumanns davon angetan, wie sehr sich der Selfkant (vor allem im Bergdorf Hillensberg) zur Radsport-Hochburg entwickelt hat.

Das Vereinsleben im Trommler- und Pfeiferkorps stellte Glen Geilen dar. Die Musikanten kümmerten sich um den Ausschank am Rande des Radsport-Spektakels.

Über den Einsatz der Polizei bei der Streckenabsperrung und die reibungslose Zusammenarbeit mit den niederländischen Kollegen berichtete Polizei-Pressesprecher Karl-Heinz Frenken.

Die touristische Entwicklung der Selfkant-Region liegt Dorothee Fernholz (Zweckverband) und Vera Lauber (Leader-Region) am Herzen. Und dabei kam natürlich auch das tolle Radwegenetz zur Sprache.

Ohne Sponsoring läuft nichts: Markus Palic (NEW / West) und Gangolf Scheufen (M & S Medienwelt), der auch Vorsitzender des Gewerbeverbandes Selfkant ist, brachten zum Ausdruck, wie gerne sie diese sportliche Großveranstaltung unterstützt haben.

Der Velo-Club Selfkant war am Dienstag doppelt mit von der Partie: unter den Startern im Rennen für Freizeitteams und unter den freiwilligen Helfern bei der Streckenabsicherung, erklärten Helmut Cohnen und Rainer Mansel.

Als fachkundiger Co-Kommentator >begleitete Radprofi Michael Kurth (Team Eddy Merckx - Indeland) die heiße Phase des Rennens und heimste für seine fundierten Analysen und seine umfassenden Hintergrundinformationen viel Lob und Extra-Applaus ein.
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