Kreis Heinsberg - Sozialmonitoring soll Kreisleben verbessern

Sozialmonitoring soll Kreisleben verbessern

Von: defi
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Kreis Heinsberg. Wie lässt sich der demografische und soziale Wandel im Kreis Heinsberg steuern und beeinflussen? Die simple Antwort lautet: Man muss genau hinschauen, was vor Ort in den Städten und Stadtteilen, Gemeinden und Dörfern passiert.

 In einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales und des Jugendhilfeausschusses des Kreises Heinsberg ließen sich die Ausschussmitglieder darüber informieren, mit welchen Instrumenten dieses genaue „Hinschauen“ vonstattengehen kann – und zwar aller Voraussicht nach ab 1. Januar 2014, wenn die Städte und Gemeinden mitziehen.

Der von den beiden Ausschüssen akzeptierte Beschlussvorschlag der Verwaltung lautete wie folgt: „Zur Schaffung der Voraussetzungen für die Umsetzung von Quartierskonzepten sind ein kreisweites Sozialmonitoring ab dem 1. Januar 2014 als Bestandteil einer kontinuierlichen Sozialberichterstattung des Kreises einzuführen und die hierfür erforderlichen Sozialraumdefinitionen im Vorhinein mit den kreisangehörigen Kommunen festzulegen.“

Die allgemeine Vertreterin des Landrats, Sozialdezernentin Liesel Machat, sagte: „Ich drücke das jetzt einmal laienhaft vereinfacht aus. Wir werden alle Sozialdaten, die wir haben, zusammenführen.“ Eine speziell entwickelte Software soll diese Sozialdaten bündeln und auf Knopfdruck alle relevanten Daten liefern, die notwendig sind, um fundierte Beschlüsse darüber fassen zu können; ob beispielsweise die Förderung der Jugendarbeit in einer Kommune Vorrang hat vor ähnlichen Projekten anderswo im Kreis Heinsberg.

Wie diese Aufgabe angegangen werden soll, darüber referierte der Leiter der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung des Kreises Heinsberg, Volkhard Dörr, unterstützt vom Leiter des Kreisjugendamtes, Hans-Jürgen Oehlschläger, in dessen Fachbereich. Die Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung, in der einmal die Fäden des Sozialmonitoring zusammenlaufen werden, hat gerade erst ihr komplexes Arbeitsfeld in Angriff genommen. Entsprechend groß ist die Menge der Infos rund um den demografischen und sozialen Wandel, die noch gesiebt werden müssen.

Die Pflege- und Jugendhilfeplanung, die Armutsbekämpfung oder Themen wie barrierefreies Wohnen im eigenen Wohnviertel, die geringer werdende Zahl von Kindern und Jugendlichen, die ebenfalls wohnraumnahe Erziehungs- und Bildungsangebote benötigen, und die Familien, die familiengerechte Versorgungsangebote brauchen und ihre Freizeit am Wohnort gestalten möchten: Da kommt einiges zusammen, das unter einen Hut gebracht werden muss, wenn man über die Hutkrempe hinaus praxisnah für die Zukunft des menschlichen Miteinanders planen will. Volkhard Dörr: „Wir müssen die Potenziale des Sozialraumes nutzen.“

Geplant ist die Unterteilung des Kreises in etwa 20 Sozialräume. Erkelenz beispielsweise könnte nach Absprache mit der Stadt untergliedert werden in vier Sozialräume. Um noch genauer „hinschauen“ zu können, werden die Sozialräume in Quartiere gegliedert. Aus diesen Sozialräumen und Quartieren soll das Sozialmonitoring mit allen vorhandenen Daten gespeist werden.

Zusammenfassend stellte Dörr fest, dass die wirtschaftliche Lage und die sozialen Entwicklungen in den Kommunen schwer vorherzusagen seien. Die Angebotsvielfalt sei teilweise unübersichtlich und sektoral und müsse transparent dargestellt werden. Das zukünftige Verwaltungshandeln sei vor dem Hintergrund der Ressourcenknappheit vor allem auf Wirksamkeit zu überprüfen. Dörr und Oehlschläger forderten eine wirkungsorientierte Steuerung: Langfristiges Denken und Handeln seien erforderlich.

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