Sozialdemokraten wollen ihre Stärken noch stärken

Von: agsb
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Norbert Spinrath (r.), Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Heinsberg, begrüßte André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Das Info-Center am Pontersonplatz in Wassenberg erlebte am Samstagmorgen sehr kämpferische Sozialdemokraten. Bundestagsabgeordneter Norbert Spinrath begrüßte seine Parteifreunde aus den Ortsverbänden und viele Ehrengäste bei einem außerordentlichen Unterbezirks-Parteitag. Besonders hieß er André Stinka als Generalsekretär der NRW-SPD willkommen.

In seiner Rede blickte Spinrath in die Zukunft der SPD und forderte alle Mitglieder auf, eine ohnehin starke SPD noch zu stärken. Dem Leitsatz „Fundament stärken – Eine starke SPD im Kreis Heinsberg“ sollten nach Aussagen des Politikers dringend Taten folgen.

„Wie schaffen wir es endlich, aus unserem Wählerloch herauszukommen?“, fragte Spinrath. „Wir schaffen es nicht, in der Bevölkerung zu punkten. Wir haben mehr Themen auf der Pfanne als alle anderen Parteien – und blickt man zur Bundesregierung, sind hier fast 80 Prozent der Themen und Gesetze Vorschläge der SPD wie unter anderen der Mindestlohn. Aber wir sind die Leittragenden bei den Wahlen mit sinkenden Wählerzahlen, wir punkten nicht.“ Spinrath forderte seine Genossen auf, neue Wege zu gehen, um das „uralte und sehr stabile Fundament der SPD“ weiter zu festigen.

Spinrath nahm auch den CDU-Kreisparteitag in den Fokus und MdL Bernd Krückel, der sich intern mit einigen Schlappen bei den Bürgermeisteramtswahlen beschäftigen müsse. „Wir reden nicht über unsere Erfolge, wir nehmen es als selbstverständlich hin. Gerade jetzt müssen wir uns hier neu aufstellen und unser Fundament stärken“, meinte er.

Spinrath schaute selbst auf eine Veranstaltung vor Tagen zurück, als die SPD zum Straßenprojekt B221n eingeladen hatte. „Ohne die SPD hätte es die B221n nicht gegeben“, warf Peter Minkenberg aus Wassenberg in die Runde. „Wir müssen zeigen, wie stark wir sind“, unterstrich Spinrath.

Auch André Stinka, Generalsekretär der NRW-SPD, suchte nach einer Lösung zur „Stärkung der SPD-Stärken“. „Wir müssen uns auf den Weg machen. Es geht darum, die Demokratie nach außen zu tragen“, beschrieb auch Stinka ein Bröckeln in der Partei. „Die Stammwähler der 70er Jahre sind nicht mehr da, wir haben zuletzt im Zeitraum 2009 bis 2014 viele Mitglieder verloren“, so Stinka. „Wir müssen unser Hirschgeweih und unsere Hinterzimmer Veranstaltungen abstoßen.“ Er wünschte sich wie Spinrath, dass die Partei die Menschen wieder erreiche. „Wir vergeben viele Chancen, wir müssen das verlorene Vertrauen wieder zurückgewinnen. Wir müssen nach vorne gehen, müssen das ganze Jahr ansprechbar sein. Lasst uns gemeinsam auf den neuen Weg gehen“, beschwörte er die Parteimitglieder.

Der SPD-Unterbezirk wurde während des Außenordentlichen Parteitages nach einem Antrag der Jusos Heinsberg in SPD-Kreisverband umgewandelt.

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