Sorge um den Fortbestand der Borussia

Von: sie
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Hückelhoven. Wahlleiter Klaus Weber mühte sich mehr als eine Stunde. Doch einen Kandidaten, der bereit gewesen wäre, den Vorsitz bei Borussia Hückelhoven zu übernehmen, fand er nicht.

So musste er die Jahreshauptversammlung, zu der 21 Mitglieder in den Jägerhof gekommen waren, ohne Ergebnis beenden. „Es gab viele interessante Beiträge und gute Ansätze”, zog Weber das Resümee. Achim Mühlenberg, der auch als Vorsitzender vorgeschlagen worden war, stieß mit seinem Vorschlag eine längere Diskussion an. „Wir sollten ein Verein werden”, meinte er.

Jugend- und Seniorenabteilung möchte er zusammengelegen. Mühlenberg: „Dann wäre ich nicht abgeneigt”. Er sah aber auch ein, dass sich eine Lösung nur über Gespräche finden lässt. So meinte auch Jugendgeschäftsführer Holger Brendt: „Vorgespräche sind wichtig, wir müssen eine Sprache sprechen.”

Die Sorge um den Fortbestand des Vereins stand bei allen Beiträgen im Mittelpunkt, doch die Katze im Sack kaufen wollte auch niemand. „Ich sehe keinen, der mitmachen will”, meinte der ebenfalls vorgeschlagene Klaus Hochgreef, der fünf Jahre an der Spitze des Vereins gestanden hatte.

Klaus Weber brachte Erich Hammermeister ins Spiel, der seit 16 Jahren als Geschäftsführer und 14 Jahren als Kassierer für Borussia tätig ist und von Kassenprüfer Jürgen Häußer mit einer Laudatio bedacht wurde. „Ich bin bereit mitzuarbeiten, gerne als erster Kassierer, aber nicht als Vorsitzender”, lehnte Hammermeister ab. Die Borussen haben jetzt 30 Tage Zeit, die nötigen Gespräche zu führen und einen neuen Vorstand zusammenzubekommen.

Blumen für 40 Jahre Vereinstreue

Der kommissarische Vorsitzende Andreas Hoffmann hatte Norbert Hesse Urkunde und Blumen für 40 Jahre Vereinstreue überreicht. Ralf Gehring, seit 60 Jahre Borusse war am Abend verhindert. Von einem „sehr schwierigen Jahr”, sprach Hoffmann, der nicht mehr kandidierte, im Rückblick.

Vor einem Jahr hatten etliche Spieler den Verein verlassen, „weil ich nicht bereit war, den Leuten das Geld zu bezahlen, das sie verlangt haben”. So war das Team vom dritten auf den zehnten Platz in der Kreisliga B gerutscht, trat teilweise nur mit acht Spielern an und kam mit Hilfe der Alten Herren über die Runden.

Hoffmann hatte dann mit vielen jungen Spielern gesprochen. „Davon ist keiner gekommen”, erklärte er. Der neue Trainer Bernd Hentschel hatte Spieler mitgebracht. Hoffmann: „Ziel war es, eine erste Mannschaft zu stellen; ich wusste, dass es schwer wird.” Das Team schwebt als Drittletzter in Abstiegsgefahr.

„Ich bin aber guter Dinge, dass die Mannschaft nicht absteigt”, so Hoffmann. Als „ganz großen Erfolg” bezeichnete er das Beachsoccerturnier mit allen Abteilungen. „Das sollte auf jeden Fall wieder durchgeführt werden.”

Bestätigt wurde der Jugendvorstand um Jugendleiterin Sandra Kessels. Holger Brendt betonte den Grundgedanken, Jugendliche für die Seniorenabteilung auszubilden. „Wir haben zu wenig Trainer”, meinte er. A- und B-Junioren sollten als erstes Ziel von Honorartrainern den letzten fußballerischen Schliff bekommen.
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