Erkelenz-Hetzerath - Sommer-Kunstakademie: Der Regen gestaltet das Kunstwerk mit

Sommer-Kunstakademie: Der Regen gestaltet das Kunstwerk mit

Von: hewi
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Akademieleiter Peter Valentine
Akademieleiter Peter Valentiner (2.v.l.) unterstützt die Kursteilnehmer Rüdiger Nicolai, Barbara Hußke und Martina Schwarz (l.) bei der Herstellung ihrer Kunstwerke. Foto: Koenigs

Erkelenz-Hetzerath. Die 23. Sommer-Kunstakademie auf Haus Hohenbusch hat seit Anfang Juli ihre Tore geöffnet. Noch bis zum 26. August bieten Peter Valentiner und Elke Bürger 21 Kurse mit 17 Kursleitern zu allen Möglichkeiten und Formen des kreativen Ausdrucks an.

Nach einer Teilnehmerflaute im letzten Jahr sei man nun mit rund 200 Anmeldungen wieder im Auftrieb, wie Elke Bürger betont. Dazu beigetragen hat sicherlich auch eine Erweiterung des Angebotes. Denn neben den klassischen Kursen von Malerei bis Speckstein und Filzverarbeitung werden in diesem Jahr erstmals auch Schmuckgestaltung mit verschiedenen Materialien und plastisches Gestalten mit Stahl und Edelstahl angeboten.

Am 15. August ist die Goldschmiedin Paulina Heiligenthal erstmals auf Hohenbusch mit einem Kurs dabei. Auf wenig Resonanz stießen die Kursangebote für Kinder. Trotzdem wollen sich Valentiner und Bürger nicht entmutigen lassen und das Angebot auch im nächsten Jahr machen.

Viele der Teilnehmer kommen schon seit Jahren in das ehemalige Kreuzherrenkloster bei Hetzerath, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Luc van den Bergen etwa nutzt das Angebot der Kunstakademie in vollen Zügen. Insgesamt vier Wochen ist der gebürtige Belgier in diesem Jahr dabei. Mit der Pensionierung vor neun Jahren begann der Jurist, seine alte Leidenschaft Malerei wieder zu pflegen und ist seitdem jedes Jahr dabei. Da er in Wegberg wohnt, ist es für ihn nicht schwer, jeden Sommer auch über längere Zeiträume auf Hohenbusch dabei zu sein.

In diesem Jahr hat er wieder Acryl und Aquarell belegt und erlernt dazu auch noch die Spachteltechnik, mit der bei der Acrylmalerei besondere Effekte erzielt werden können. Mittlerweile hat er so viele Bilder gemalt, dass er sein Zuhause alle paar Wochen komplett neu mit seinen Arbeiten dekorieren kann. Darüber hinaus verschenkt er seine Bilder auch gerne, wenn sie jemandem gefallen. Auch den Keller hat er voll mit Selbstgemalten.

Neben dem abstrakten Stil malt er auch Landschaften und ist sich nicht zu fein, Bilder bekannter Künstler zu kopieren. „Aber natürlich nur für den Hausgebrauch”, versichert er bei einer Pause auf dem Klosterhof, bevor er wieder in Valentiners Seminar zurückkehrt.

Dort wird gerade die Maltechnik Chiaroscuro ausprobiert, mit der man ganz wunderbare plastische Effekte erzielen kann. Bei der Technik werden vom dunklen Untergrund aus die hellen Farbschichten der Reihe nach aufgetragen, wie Valentiner erklärt. „Diese Technik erfordert Disziplin und Fingerspitzengefühl”, führt der Gründer der Sommerakademie aus. „Zu Hause hat man nur selten die Ruhe, sich mit einem solchen Malstil zu befassen”, so Valentiner. Daher sei es wichtig, dass sich die Teilnehmer den ganzen Tag über mit ihrem Hobby befassen können. Dazu kommt der Platz, den sie auf Hohenbusch finden.

„Man kann allein für sich sein und steht trotzdem im ständigen Austausch mit den anderen”, fasst Dagmar Limbach die räumlichen Möglichkeiten zusammen. Die Leverkusenerin ist zum ersten Mal dabei. Auf Hohenbusch aufmerksam wurde die Biologin an der Freien Kunstschule in Köln. Für die Dauer ihres Aufenthalts hat sie sich in einer Pension in Schwaam eingemietet und fährt die tägliche Strecke mit dem Rad. Sie liebt es zu improvisieren und Neues auszuprobieren.

Als es zu regnen beginnt, eilt sie mit einem frische Acrylbild nach draußen, um sehen, wie der Regen ihr Bild mitgestaltet.

Die Sommer-Kunstakademie findet noch bis zum 26. August statt. Für einige Seminare kann man sich kurzfristig bei Elke Bürger (Tel. 0177/7174228) und Peter Valentiner (Tel. 0172/1034353) anmelden.

Eine Ausstellung mit den Werken der Teilnehmer gibt es am Wochenende, 20. und 21. August.

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