Sinkende Zahl der Schüler erfordert Ideen

Letzte Aktualisierung:

Heinsberg. Wenn nichts geschehe, könnte Heinsberg bald nur noch eine Hauptschule und eine Realschule vorweisen.

Aufgrund des fehlenden Angebotes für die Sekundarstufe II würden Schüler nach Alternativen in den Nachbarstädten suchen, und in der Primarstufe gebe es einen gravierenden Raumüberhang an den Schulen.

Zu diesem Ergebnis gelangt ein Gutachten der Projektgruppe Bildung und Region, das kürzlich auf Kreisebene vorgestellt wurde. Basis der Gedanken sind die dramatischen Rückgänge bei den Schülerzahlen. Da die Stadt Hückelhoven zukünftig in puncto verwaiste Hauptschulen vor einem ähnlichen Problem wie die Heinsberger stünden, haben die Gutachter auch gleich einen Lösungsvorschlag parat.

Die Schulzentren in Ratheim und Oberbruch sollen zu zwei eigenständigen neuen Gesamtschulen umgeformt werden. Die Schüler, die heute potenziell die Haupt- und Realschule besuchten und keine Gesamtschule ins Auge fassten, gingen dann zur Hauptschule an der Westpromenade oder zur Realschule Im Klevchen. Heinsberg würde damit, so die Meinung, das vollständig gegliederte System auf der einen und die Gesamtschule auf der anderen Seite vorhalten können, denn gerade hier sei die Nachfrage weit höher als das Angebot.

Die Fahrwege würden sich deutlich verkürzen, was zu einer stärkeren Bindung eigener Schüler vor Ort führe und die Zahl der Auspendler zu den Gesamtschulen der Region mindere. Letzteres ist vor dem Hintergrund nicht zu unterschätzen, dass nach der Grundschule von 225 Heinsberger Schülern 119 das Stadtgebiet verlassen.

Zu einem Schnellschuss wollen sich die Heinsberger Ratsfraktionen angesichts der vorgelegten Eckpunkte des Gutachtens nicht hinreißen lassen. Daher folgten sie einstimmig einem Antrag der CDU. „Das vorliegende Gutachten”, so wurde bemängelt, „verzichtet auf die Einbeziehung der sich anbahnenden Schulstrukturreform in NRW und in anderen Bundesländern.

Daher werden vom Gutachter Empfehlungen ausgesprochen, die nur die alte Struktur des Schulwesens berücksichtigen.” Die Christdemokraten beantragen ein ergänzendes, neutrales Gutachten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert