Singend Spenden sammeln

Von: Anna Petra Thomas
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Prof. Dr. Richard Brosse (l.),
Prof. Dr. Richard Brosse (l.), freute sich sehr über die Spende, die er von den Organisatoren des diesjährigen ökumenischen Fenstersingens und von Pfarrer Sebastian Walde entgegennehmen konnte. Foto: anna

Heinsberg. Die Zahl 2764,85 stand auf dem Scheck, den die Organisatoren des diesjährigen ökumenischen Stadtadventskalenders zusammen mit Pfarrer Sebastian Walde und der Kirchenmaus an Prof. Dr. Richard Brosse als Vorstandsvorsitzendem des Vereins „Fortschritt Städteregion Aachen” überreichten.

Die Summe war bei insgesamt 23 Fenstersingen zusammengekommen und wurde im Rahmen des Krabbelgottesdienstes in der Christuskirche auf insgesamt 2899,53 Euro noch weiter erhöht, die dem Verein jetzt zugutekommen.

Seit elf Jahren Tradition

In den vergangenen elf Jahren hat die ökumenische Heinsberger Initiative jeweils in der Adventszeit und jeden Abend vor einem anderen, rund und die Zahl des jeweiligen Tages dekorierten Fensters mittlerweile mehr als 32 000 Euro an Spenden für soziale Zwecke „zusammengesungen”.

23 Gastgeber

Jeder der 23 diesjährigen Gastgeber des Fenstersingens habe den Teilnehmern auch in diesem Jahr ein Stunde Freude und Abschalten von Alltagssorgen geschenkt, betonte Doris Laibach als eine der Organisatorinnen in ihrer kurzen Ansprache bei der offiziellen Spendenübergabe. „Ich sehe im Altenheim die Bewohner, die glücklich über ein paar bekannte Weihnachtslieder sind”, erinnerte sie sich beispielhaft an einen Abend und dann an das junge Ehepaar, das um die Gesundheit seines Babys bangt. „Trotzdem gestaltete die Mutter zwischen Terminen in der Klinik sowie Angst und Sorgen um ihren kleinen Sohn das Singen.”

Und dann sei da auch in diesem Jahr wieder die Familie dabei gewesen, die immer den Nikolaustag als festen Termin habe, wo sie an ihre behinderte Tochter und Schwester denke, die sehr jung gestorben sei, so Doris Laibach. „So kann Kirche auch draußen ohne Gebäude gelebt werden!”

Auch sie und ihre Mitstreiter hätten wieder etwas geschenkt bekommen in dieser Adventszeit, sagte sie und dankte so abschließend für die Spendensumme, die in diesem Jahr zusammengekommen ist. Ziel des Vereins: Therapie innerhalb der Städteregion Aachen ermöglichen

Der Verein Fortschritt Städteregion Aachen ist eine Initiative betroffener Eltern, Ärzte und Fachkräfte aus dem Pflegebereich zugunsten der sogenannten konduktiven Förderung für Kinder mit Behinderung. Ziel des Vereins ist es, eine Förderung in der Städteregion Aachen anzubieten, um Eltern und Kindern künftig lange Anfahrtswege zu ersparen. Die konduktive Förderung ist eine erfolgreiche Therapieform, die vor mehr als 68 Jahren von dem ungarischen Arzt András Petó entwickelt wurde. Sie versetzt Menschen mit körperlichen Behinderungen in die Lage, aktiv am Leben teilzuhaben. Denn auch bei einer Schädigung bestimmter Bereiche des Gerhirns verbleibt eine hohe Flexibilität, die es erlaubt, neue Fertigkeiten zu erlernen.

Durch eine gezielte Förderung werden diese Fertigkeiten automatisiert und nachhaltig gespeichert, so dass sie im Alltag selbstständig angewendet werden können.
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