„Sinfonische Tänze“ in der Oberbrucher Festhalle

Von: mb
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Unter der Leitung von André Seerden: Musikverein Cäcilia Waldfeucht beim Konzert in der Oberbrucher Festhalle. Foto: Baltes
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Unter der Leitung von Martin Kirchharz: West-Harmony, das Projektorchester des Kreismusikverbandes Heinsberg. Foto: Baltes

Kreis Heinsberg. Drei Orchester aus zwei Ländern baten zum Tanz um die Welt. Mit dem Programm „Danzas Sinfónicas – Sinfonische Tänze“ überschritten der Musikverein Cäcilia Waldfeucht, das Projektorchester West-Harmony vom Kreismusikverband und die Harmonie St. Caecilia Nieuwenhagen (Niederlande) in der Oberbrucher Festhalle leichtfüßig Grenzen in alle Himmelsrichtungen – sehr zur Freude des Publikums.

„Very british“ begann der Musikverein Cäcilia Waldfeucht mit Kenneth Alfords „The Standard of St. George“, um mit aufsteigender Fanfare in „Jubilus“, einem Werk des Belgiers Jan van der Roost, einen idealen Einstieg in die Konzerteröffnung zu liefern.

Die „Arabian Dances“ von Brian Balmages entführten in die geheimnisvolle Tanzwelt des Orients. Gänsehaut kroch durch den Saal beim Soundtrack von „Jurassic Park“. Seit 1891 besteht der Musikverein Cäcilia Waldfeucht. „Wir sind das älteste sinfonische Blasorchester der Region“, darauf sind sie stolz, die Vorsitzenden Johannes Houben und Dominik Wolters.

Dabei sehen die Musiker alles andere als alt aus, weder qualitätsmäßig noch im Durchschnittsalter. Auffallend viele junge Leute gehören zu den 55 Musikern im Alter von 14 bis 60 Jahren, da zahlt sich die fundierte Kinder- und Jugendausbildung aus. Die musikalische Leitung liegt seit 2009 bei einem Niederländer, dem Dirigenten André Seerden, der auch in Oberbruch den Taktstock führte.

Das Projektorchester West-Harmony des Kreismusikverbandes Heinsberg beendete mit der Übernahme des zweiten Programmteils seine achte Arbeitsphase. Seit 2009 eine feste Größe in der musikalischen Landschaft des Kreises, verwöhnten die Musiker das Publikum mit der „Jubilee Overture“ von Philip Sparke und dem ersten Teil der „Armenian Dances“ von Alfred Red. Leidenschaftlich wurde es beim „Danzón No. 2“ von Arturo Márquez und lebhaft-fröhlich beim „Riverdance“ von Bill Whelan.

Im Projektorchester finden die erfolgreichen Absolventen der jährlichen D-Prüfungen und Solistenwettbewerbe, aber auch Instrumentalisten mit entsprechendem Leistungstand die Möglichkeit, ihren musikalischen Horizont zu erweitern und die gemachten Erfahrungen zurück in die Heimatorchester zu transportieren. Die musikalische Leitung des Ensembles liegt bei Martin Kirchharz.

Den Abschluss des Konzertes in Oberbruch bestritt die Harmonie St. Cecilia Nieuwenhagen aus den benachbarten Niederlanden, die den Auftritt in Oberbruch auch als willkommene Vorbereitung auf die bevorstehende Teilnahme am Weltmusikfest (WMC) in Kerkrade im Juli nutzte. In zahlreichen Wettbewerben im In- und Ausland konnte das Orchester bereits überzeugen. Seit 2014 steht das Orchester unter der Leitung von Jos Zegers.

Dem Oberbrucher Publikum präsentierten die niederländischen Gäste „Lux Aurumque“ von Eric Whitacre. Und sie beschrieben die Freuden des Sommers mit „Summer Dances“ von Adam Gorb. Eine Reise auf die Iberische Halbinsel in die Welt des klassischen Flamenco setzte den Schlussakkord unter das Konzert: „Danza Sinfónica“ des Amerikaners James Barnes.

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