Kreis Heinsberg - Siemens investiert weiter in modernste Technik

Siemens investiert weiter in modernste Technik

Von: disch
Letzte Aktualisierung:
siemens-3-120
Ein Blick aus der Vogelperspektive: Das Siemens-Bahnprüfcenter auf dem ehemaligen Flugplatzgelände der Royal Air Force in Wegberg-Wildenrath gilt als weltweit einzigartig. Foto: Siemens

Kreis Heinsberg. Insgesamt rund drei Millionen Euro investiert Siemens in diesem Geschäftsjahr (bis 30. September 2010) in sein Bahnprüfcenter auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Wegberg-Wildenrath.

Wie Georg Lohmann, Pressesprecher von Siemens in Nordrhein-Westfalen, am Donnerstag auf Anfrage erklärte, handele es sich um verschiedene Optimierungs- und Anpassungsmaßnahmen. „Wir wollen mit dem Prüfcenter auf dem neuesten Stand der Technik bleiben.”

Damit steigt die Gesamtinvestition von Siemens in seinen 1997 eröffneten Standort auf rund 113 Millionen Euro. Rund 250 Mitarbeiter zählt Siemens in Wildenrath. Die Anlage verfügt nicht nur über den großen und den kleinen Testring sowie drei weitere Testgleise, sondern auch über verschiedene Prüfeinrichtungen wie einen Messgleisbogen, einen Dreh-Kipp-Tisch, eine Neigeeinrichtung, einen Akustikmessplatz sowie eine Hochspannungsprüfanlage.

Der Siemens-Sprecher berichtete von einer „guten Auslastung” für das Prüfcenter. Das Spektrum der Projekte, die in diesem Jahr in Wildenrath auf der Agenda stehen, reicht vom Hochgeschwindigkeitszug Velaro D über Fahrzeuge für Schottland bis zur Stadtbahn für Brüssel, um nur einige zu nennen.

Offen ist, ob auch die Siemens-Züge für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi nach der Fertigung in Krefeld-Uerdingen vor der Reise nach Russland auch in Wegberg-Wildenrath Station machen werden. Noch ist dies Zukunftsmusik, sollen die Züge vom Typ Desiro für den Regionalverkehr doch erst im Herbst 2013 in Betrieb gehen. Aktuell ist aber auf jeden Fall die Freude bei Siemens über den Auftrag, der (wie im Wirtschaftsteil dieser Zeitung gemeldet) im Dezember erteilt worden war: Es geht um die Lieferung von bis zu 54 Regionalzügen für Sotschi.

Die Vereinbarung hat ein Volumen von bis zu 580 Millionen Euro. Die ersten 38 Züge im Wert von rund 410 Millionen Euro wurden fest bestellt und werden komplett in Uerdingen gefertigt. Für weitere 16 Einheiten wurde ein Vorvertrag unterzeichnet. Diese Züge sollen teilweise in Russland gebaut werden. „Russland ist für Bahntechnik ein riesiger Wachstumsmarkt”, so Hans-Jörg Grundmann, der Chef von Siemens Mobility. Die russische Bahn betreibt das längste Streckennetz in Europa.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert