Wegberg - Siemens erweitert Bahnprüfcenter in Wildenrath

Siemens erweitert Bahnprüfcenter in Wildenrath

Von: disch
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Die ersten drei von insgesamt 1140 Wagen für die Thameslink-Bahnstrecke in Großbritannien wurden am Donnerstag von Siemens in Wildenrath vorgestellt. Foto: Koenigs
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Die ersten drei von insgesamt 1140 Wagen für die Thameslink-Bahnstrecke in Großbritannien wurden am Donnerstag von Siemens in Wildenrath vorgestellt. Foto: Koenigs

Wegberg. Doppelten Grund zur Freude gab es am Donnerstag im Bahnprüfcenter von Siemens in Wegberg: In der als weltweit einzigartig geltenden Testeinrichtung wurden die ersten drei von 1140 Wagen des Typs Desiro City präsentiert, die Siemens in seinem Werk in Krefeld-Uerdingen für Großbritannien fertigt.

Sie werden auf der neuen Thameslink-Strecke unterwegs sein, die London in Nord-Süd-Richtung durchquert und Bedford im Nordosten der Metropole mit Brighton an der Südküste verbindet. Der Auftrag hat ein Volumen von umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro.

Dieser und andere Großaufträge haben auch zu einem Hallenneubau in Wegberg-Wildenrath geführt. Um für Prüfungen, Tests und Inbetriebsetzungen von Wagen sowohl der Thameslink-Flotte, aber auch der Eurostar-Züge (für den Bahnverkehr unter dem Ärmelkanal) sowie der ICE-Nachfolger vom Typ ICx (für die Deutsche Bahn) gerüstet zu sein, wurde mit einem Gesamtinvestment von rund 30 Millionen Euro binnen acht Monaten eine dritte Zugbildungshalle errichtet, die am Donnerstag eingeweiht wurde.

„Mit der neuen Halle fühlen wir uns gut gerüstet für die Zukunft“, sagte Dr. Jochen Eickholt, Chef von Siemens Mobility. Und er machte keinen Hehl daraus, dass er dabei auch an den unter dem Kürzel RRX bekannten Rhein-Ruhr-Express dachte.

Mit Blick auf die laufende Ausschreibung für die RRX-Fahrzeuge entgegnete NRW-Verkehrsminister Michael Groschek diplomatisch, er hoffe, dass Siemens Maßstäbe setze, „die für andere Bewerber schweißtreibend sind“. Nordrhein-Westfalen sei auch ein Siemens-Land, sagte Groschek und verwies auf die rund 20.000 Beschäftigten des Konzerns in diesem Bundesland. Der Erfolg von Siemens – auch mit dem Thameslink-Auftrag in Großbritannien – zeige, dass der Standort Nordrhein-Westfalen „hochleistungsfähig“ sei.

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