Selfkant-Schalbruch - Sieben Verletzte nach Kellerbrand

Sieben Verletzte nach Kellerbrand

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Feuerwehrkräfte mit schwerem Atemschutz vor dem Haus in Schalbruch, das von einer Seniorengemeinschaft bewohnt wird. Ein im Keller ausgebrochener Brand führte am gestrigen Vormittag gegen 11 Uhr zu einer Verrauchung, durch die sechs Bewohner und ein Feuerwehrmann verletzt wurden.

Selfkant-Schalbruch. Ein Kellerbrand im Haus einer Seniorenwohngemeinschaft an der Schulstraße in Schalbruch forderte am Montag sieben Verletzte.

Wie die Feuerwehr mitteilt, war gegen 11 Uhr der Notruf eines Bewohners eingegangen. Vier betagten und zum Teil gehbehinderten Personen gelang bei Eintreffen der Feuerwehr die Flucht durch das völlig verrauchte Treppenhaus ins Freie, während zwei Bewohner im ersten Obergeschoss in ihren Räumen ausharrten.

Schwerer Atemschutz

Die Feuerwehr unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Ralf Herbertz ging sofort mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vor. Umsichtig hatten die Eingeschlossenen ihre Wohnungstüren verschlossen gehalten, so dass ihnen keine unmittelbare Gefahr drohte.

Zwei Feuerwehr-Trupps kämpften sich auf der Suche nach dem Brandherd in den Keller vor. Dort herrschte wegen des Rauchs fast Nullsicht. Letztlich konnte der Brandherd in einem Kellerraum lokalisiert werden, wo Trockner und Waschmaschine brannten. Das Feuer hatte bereits den gesamten Raum erfasst.

Mit zwei C-Rohren bekämpften die Einsatzkräfte den Brand und konnten nach kurzer Zeit Feuer aus melden. Nach der Entrauchung des Gebäudes durch mehrere Überdrucklüfter konnten die Eingeschlossenen über das Treppenhaus ins Freie gebracht werden und wurden dort vom Rettungsdienst in Empfang genommen.

Gemäß dem Alarmplan waren unterdessen der leitende Notarzt des Kreises Heinsberg, Dr. Herz, und der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg-Süd an der Brandstelle eingetroffen und koordinierten die Arbeit einer Notärztin und der Besatzungen von sieben Rettungswagen.

Die geretteten Personen wurden umfassend betreut und untersucht. Fürsorglich kümmerte sich die Nachbarschaft mit Getränken und Decken um die unter dem Eindruck des Geschehens stehenden Patienten.

Mit Verdacht auf Rauchgasinhalation wurden sechs Bewohner und ein Feuerwehrmann, der bei der Menschenrettung dem Rauchgas ausgesetzt war, in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Haus vorläufig unbewohnbar

Schadstoffmessungen der Feuerwehr ergaben, das die Belastungen des Gebäudes mit Giftstoffen eine Rückkehr der Bewohner vorläufig unmöglich machten. Der Leiter des Ordnungsamtes kümmerte sich daraufhin um die Unterbringung der betagten Bewohner. Gut zwei Stunden nach Alarmierung konnten die ersten Löscheinheiten der mit rund vierzig Kräften angerückten Wehr wieder einrücken.

Dass dieser Großeinsatz noch relativ glimpflich ausging, verdanken die Bewohner sehr wahrscheinlich einem Rauchmelder, der frühzeitig Alarm auslöste, was die Feuerwehr zum Anlass nimmt, noch einmal auf die Wichtigkeit und lebensrettende Wirkung von Rauchmeldern hinzuweisen.
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