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Sex mit Schülerin: Angeklagter Lehrer bricht in Tränen aus

Von: unserem Mitarbeiter Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Wassenberg. Zwischen 1999 und 2001 soll ein heute 48-jähriger Gesamtschullehrer aus Wassenberg laut Anklage vor dem Aachener Landgericht eine zu Beginn erst 13 Jahre alte Schülerin in acht Fällen sexuell missbraucht haben.

Heinz-Harald K. gestand am Freitag vor der 5. Großen Strafkammer einen Teil der Vorwürfe, bestritt dabei allerdings vehement, bereits vor dem 14. Geburtstag das Mädchen zum Sex gezwungen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten, der das Mädchen nach eigenem Bekunden seit dem 5. Schuljahr unterrichtete und damals ihr Klassenlehrer war, vor, mit der erst 13-jährigen Oralverkehr gehabt zu haben.

Das gilt juristisch nicht nur als Missbrauch von Schutzbefohlenen, sondern ist gleichzeitig sexueller Missbrauch von Kindern in einem besonders schweren Fall. Der Lehrer verteidigte sich gestern vor der Kammer unter Vorsitz der Richterin Angelika Kasparek sehr beredt und oftmals weitschweifig.

Als das Gericht Fotos von der Schülerin sichtete und in den Akten eine Ansichtskarte auftauchte, die sie ihm von einem USA-Austausch geschickt hatte, brach der seit 2005 suspendierte Pädagoge und zeitweilige Radio-Journalist hemmungslos in Tränen aus.

„Innige Beziehung”

Sicher, es stimme, gab er zu, sie hätten seit Sommer oder Herbst 1999 Sex gehabt - aber lange nicht in dem Umfange, wie es in den Akten stehe.

Im Vordergrund habe, so die emotionale Interpretation des Mannes auf der Anklagebank, seine innigliche Beziehung zu dem Mädchen gestanden. Seine Frau warnte ihn damals, nicht alles kaputt zu machen.

Die Ehefrau verließ ihn 2002 mit dem heute 15-jährigen Sohn. Der nächste Verhandlungstag ist am kommenden Mittwoch, 10. Oktober, 9 Uhr, Saal 358.

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