Heinsberg/Leipzig - Sensoren sollen Feuerwehrleute schützen

Sensoren sollen Feuerwehrleute schützen

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Für andere Menschen begeben sie sich selbst regelmäßig in Gefahr: Um die Vitalwerte von Feuerwehrleuten während des Einsatzes zu kontrollieren, entwickelt die Heinsberger Firma S-Gard mit anderen Partnern Schutzbekleidung, in die Sensoren integriert sind. Foto: imago/Olaf Wagner

Heinsberg/Leipzig. Sie riskieren ihr Leben, um das anderer zu schützen und zu retten. Feuer, Rauch und auch giftige Gase sind für die Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie die Helfer bei Katastrophen- und Großschadensereignissen nichts ungewöhnliches.

Die unglaublichen Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, bringen sie aber oftmals selbst in Gefahr. Überlastung der eigenen Vital- und Zustandsparameter wie Herzschlag, Atemfrequenz und Körpertemperatur können von den Einsatzkräften unter den enorm belastenden Bedingungen selbst kaum richtig eingeschätzt werden.

Seit 2008 wird, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, koordiniert durch das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) Denkendorf sowie in enger Zusammenarbeit mit ausgewählten Projektpartnern an einer Lösung zur Risikominimierung der Einsatzkräfte geforscht.

Entstanden ist eine Perspektive im Bereich der Schutzbekleidung, die Maßstäbe setzen soll: „SensProCloth”.

Das Besondere an „SensProCloth” sind überaus leistungsstarke Sensoren, die in die Schutzkleidung integriert wurden. Die Sensoren übermitteln drahtlos an die Einsatzzentrale alle wichtigen Vital- und Zustandsparameter der Einsatzkräfte, geben deren Position und auch die Belastung der vorhandenen Gefahrstoffe wieder.
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Auf der Interschutz-Messe in Leipzig hat das Heinsberger Unternehmen S-Gard Hubert Schmitz die Innovation „SensProCloth” nun präsentiert.

Im Brandeinsatz besser gerüstet

An dem Forschungsprojekt sind mehrere Partner beteiligt. Neben dem
Heinsberger Unternehmen S-Gard Berufs- und Schutzbekleidung, sind Bijo-Data Informationssysteme, die Berufsfeuerwehr Stuttgart, das Deutsche Institut für Katastrophenmedizin, das Frauenhofen-Institut für Integrierte Schaltungen, Getemed Medizin- und Informationstechnik, das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik, die Josef Kanz GmbH, die Kommesion für Europäische Zusammenarbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes, das THW sowie die W. Zimmermann GmbH involviert.

Im Rahmen der S-Gard Safety Tour wurde weitere Sicherheitsbekleidung für Feuerwehrleute getestet. Dabei hat sich gezeigt, dass die neue Schutzbekleidung eine wesentlich bessere Wärmeisolierung aufweist, wovon die Feuerwehrleute im Einsatz profitieren werden, sobald sie Hitze ausgesetzt sind.

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