Hückelhoven - Senioren auf der Hut: Sieben „Enkeltrickfälle” gescheitert

Senioren auf der Hut: Sieben „Enkeltrickfälle” gescheitert

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Bei dem „Enkeltrick” ruft ein Betrüger bei Senioren an und gibt sich als Enkel oder Verwandter aus und gibt an, in Schwierigkeiten zu sein und dringend Geld zu benötigen, das von einem Helfer abgeholt werde. So bewegen die Trickbetrüger Senioren dazu, Geld an fremde Menschen abzugeben. Foto: ddp

Hückelhoven. Die Sache scheint sich langsam rumzusprechen: Wieder haben unbekannte Täter massiv versucht, mit dem so genannten „Enkeltrickfälle” ältere Menschen übers Ohr zu hauen. Bisher wurden der Polizei sieben Taten aus Hückelhoven, Baal, Doveren und Ratheim angezeigt. Das Gute daran: Alle ohne Erfolg für die Täter.

In allen Fällen wurden ältere Damen von unbekannten Frauen oder Männern angerufen. Auf Grund ihres Misstrauens wurden die Betroffenen aber keine Opfer der Betrüger.

Ein hilfsbereiter Bankmitarbeiter begleitete seine Kundin sogar bis nach Hause und rief dort mit ihr den eigentlichen Verwandten an. Schnell kam heraus, dass Trickbetrüger hinter dem Telefonat steckten.

Offensichtlich suchen die Gauner gezielt nach älteren Menschen und rufen sie an. Dabei geben sie sich als Enkel, Neffen, Verwandte oder Bekannte aus und versuchen, von den meist hilfsbereiten Betroffenen Geld zu ergaunern. Geschickt erlangen sie das Vertrauen ihrer Opfer und erreichen so, dass diese sogar fünfstellige Summen unbekannten Personen aushändigen.

Leider gibt es aber immer noch Personen, die diese üble Masche der Betrüger nicht kennen. Deshalb empfiehlt die Polizei nochmals:

- Seien Sie misstrauisch, wenn jemand telefonisch Kontakt aufnimmt und Geld geliehen haben möchte. Vergewissern Sie sich genau, wer Sie anruft und schämen Sie sich nicht zu sagen: „Ich kenne Sie nicht” oder „Ich kann mich nicht an Sie erinnern.”

- Wenn Sie auf eine solche Weise angesprochen werden: Rufen Sie Ihren Verwandten/Bekannten unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei anderen Gesprächen wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal.

- Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat. Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind: das Kommissariat Vorbeugung hilft gerne.

- Geben Sie Unbekannten auf keinen Fall ungeprüft Bargeld! Häufig sind ältere Menschen Opfer dieser Betrugsmasche, doch leider kann die Polizei sie oftmals nicht erreichen. Deshalb werden Verwandte, Freunde, Bekannte oder sonstige Bezugspersonen gebeten, den Seniorinnen und Senioren die Vorgehensweise dieser Täter zu schildern und Vereinbarungen für den Notfall zu treffen, z.B. sich auf keine Zusagen einzulassen und sofort eine Vertrauensperson zu informieren.

- Aber auch Bank- und Postbeschäftigte bittet die Polizei, ältere Menschen bei der Abhebung größerer Bargeldbeträge auf mögliche Betrügereien anzusprechen und bei begründetem Tatverdacht die Polizei zu informieren. Die Polizei will mit Ihrer Hilfe verhindern, dass Trickbetrüger mit dieser arglistigen Masche weiterhin Erfolg haben.

Weitere Hinweise zu Sicherheitsfragen älterer Menschen gibt es bei der Kreispolizeibehörde, Kommissariat Vorbeugung, Carl-Severing-Straße 1, 52525 Heinsberg, Telefon. 02452 9205555.
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