Kreis Heinsberg - Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum feiert zehnjähriges Bestehen

Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum feiert zehnjähriges Bestehen

Von: jb
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Bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen vom SFZ (v. l. n. r.): Brigitte Krückel (SFZ), Margrit Hils (SFZ), Dr. Serge Embacher (BBE), Marianne Bückers (Paritätischer), Andreas Wagner (AWO), Liesel Machat (Kreis), Hannelore Viehöfer-Braun (SFZ), Rudolf Devic (Caritasverband) in der Heinsberger Begegnungsstätte. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Das Selbsthilfe- und Freiwilligen-Zentrum für den Kreis Heinsberg (SFZ) hatte zur Feier seines runden Geburtstags in die Begegnungsstätte in Heinsberg eingeladen. Zum zehnjährigen Bestehen waren Vertreter aus Politik und den Verwaltungen sowie der Krankenkassen und Wohlfahrtsverbände gekommen.

Andreas Wagner, Kreisgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt, konnte in seiner Eigenschaft als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege unter anderem Liesel Machat, die Allgemeine Vertreterin des Landrates, Bürgermeister Wolfgang Dieder (Heinsberg), Marianne Bückers in Vertretung für Bernd Hoeber vom Paritätischen Landesverband, Rudolf Devic, Geschäftsführer für Freiwilligen-Zentren beim Caritasverband aus Freiburg sowie Dr. Serge Embacher, Referent im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) aus Berlin, als Redner begrüßen.

Mit „Halleluja“ und „Amazing Grace“ gelang dem Gesangsduo Claudia und Sonja Sperath unter Begleitung von Willi Kann die musikalische Begrüßung der Gäste. Hannelore Viehöfer-Braun für die Selbsthilfe und Margrit Hils für die Freiwilligenarbeit stellten ihre Fachbereiche vor. „Es war bei einer Fachtagung, wo Peter Kleinen und ich über die erste Konzeption und die realistische Umsetzung eines Zentrums nachdachten. Heute darf ich sagen: Peter, es war keine Schnapsidee“, erzählte Hils aus den Anfängen des Zentrums.

Liesel Machat übermittelte die Grüße und Glückwünsche des Kreises. Was die notwendigen Zuschüsse angeht, habe über einen Rahmenvertrag die Planungssicherheit für das Zentrum erreicht werden können. Auch wenn im nächsten Jahr über die Finanzierung neu verhandelt werden müsse, sagte sie: „Das Zentrum ist eine Bereicherung für den Kreis Heinsberg – und ich würde mich freuen, wenn die Arbeit fortgesetzt werden könnte“.

In ihren Grußworten unterstrichen sowohl Marianne Bückers für den Paritätischen Wohlfahrtsverband wie auch Rudolf Devic für den Verbund der Freiwilligen-Zentren im Deutschen Caritasverband die Notwendigkeit der Fortsetzung der SFZ-Arbeit einerseits wie das „ehrenamtliche Pfund“ einer soliden und erfolgreichen Einrichtung andererseits, welche nicht aufs Spiel gesetzt werden sollte.

Dr. Serge Embacher als Festredner stellte die Bedeutung von Selbsthilfe und Freiwilligenarbeit für das demokratische Gemeinwesen heraus. Dieses Gemeinwesen sei kein Selbstläufer, vor allem nicht „in Zeiten der wachsenden, sozialen Ungleichheit und im Zeitalter der neoliberalen Marktradikalisierung“. „Die Politik ist Teil dieses Problems aufgrund nicht gefasster Beschlüsse“, sagte Embacher. Das demokratische Gemeinwesen sei gefährdet, auch weil der Formel nicht mehr geglaubt werde, dass jeder, der fleißig sei, für sich sorgen könne. Aber es gebe eine Gegenbewegung. Dies sei das ehren­amt­liche Engagement von mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland, die mit ihrer Idee der Bürgergesellschaft und mit ihrer Freiwilligenarbeit in Einrichtungen wie dem SFZ die freiheitliche und demokratische Ordnung sichern würden. Werte wie Nächstenliebe, Empathie, Gerechtigkeit und Fairness entstünden nur im gelebten Beitrag des Ehrenamtes vor Ort. „Nichts kommt von alleine“ – und deswegen brauche das Ehrenamt eine Struktur und die Vermittlung und Vernetzung wie dies durch das SFZ seit zehn Jahren in Heinsberg erfolge. „Ehrenamt braucht Hauptamt“, sagte Embacher und endete mit der Einschätzung: „Ich habe wohl keine Festrede gehalten, sondern eher die Aufforderung an alle anwesenden Politiker und Verwaltungsvertreter formuliert, das SFZ zu erhalten, dessen erfolgreiche Arbeit herauszustellen und den Haupt- und Ehrenamtlichen zu danken.“

Bürgermeister Wolfgang Dieder würdigte Haupt- und Ehrenamtler vom SFZ mit den Worten: „Ich verneige mich vor Ihrer Arbeit.“ Er verstehe sich als ein „Onkel“, nach seiner Erfahrung bringe jener bei einem Besuch immer etwas mit. „Dies habe ich heute auch getan“, überreichte er einen kleinen Beitrag an die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Margrit Hils, Hannelore Viehöfer-Baun und Brigitte Krükel, die sich zuvor selber als „Drei-Mädel-Haushalt“ des SFZ bezeichnet hatten.

Mit den Ehrungen für das Ehrenamtsteam endete die offizielle Feier.

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