Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben

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Josef Aretz (r.), Leiter des Katharina-Kasper-Heims, erläuterte Mitgliedern des PSAG-Arbeitskreises das Konzept und führte durch Räumlichkeiten der Wohn- und Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderung in Gangelt.

Kreis Heinsberg. Regelmäßig kommen die verschiedenen Arbeitskreise der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft im Kreis Heinsberg zusammen. Jetzt traf sich der Arbeitskreis, der sich mit Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung beschäftigt, in Gangelt.

Dort stellte Josef Aretz, Leiter des Katharina-Kasper-Heims, den Mitgliedern des Arbeitskreises die Wohn- und Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderungen vor.

Die aktuelle Aufgabenstellung der Begleitung älterer Menschen mit Behinderung bestehe in der Entwicklung differenzierter Angebote unter Berücksichtigung biologischer, psychischer oder sozialer Veränderungen, die ein sinnerfülltes Leben im Alter – trotz zusätzlich eintretender Hilfe- und Pflegebedürftigkeit – ermöglichen, erklärte der Einrichtungsleiter.

„In unserer Einrichtung haben wir umfassende und jahrzehntelange Erfahrungen in der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung. Diese Erfahrungen zeigen uns, dass die Lebensentwicklung und die Lebenssituation immer und besonders in hohem Alter durch die Auswirkungen der geistigen Behinderung geprägt sind.

Im Alter kommen für diesen Personenkreis altersbedingte Erkrankungen, Kompetenzabbau und ein eventueller zusätzlicher Pflegebedarf hinzu. Bei der Pflege dieser Personen im Alter sind daher die Anforderungen aus der behinderungsorientierten Lebensbegleitung und der somatischen Pflege zu berücksichtigen.“

In dieser Gangelter Wohn- und Pflegeeinrichtung für Menschen mit Behinderung sind 60 Wohnplätze für pflegebedürftige ältere Menschen mit Behinderung geschaffen worden mit dem Ziel einer professionellen Pflege, die über normale Standards hinaus auch pädagogische und heilpädagogische Ansätze integriert. „So möchten wir den speziellen Bedürfnissen der Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung gerecht werden.“

In der Wohn- und Pflegeeinrichtung haben – neben der Pflege – Alltagsgestaltung und Tagesstrukturierung einen besonderen Stellenwert. „Ziel der heilpädagogischen Begleitung und Assistenz im Alltag ist es, allen Bewohnern ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Dieses Ziel ist, unabhängig von Art und Schwere der Behinderung oder altersbedingten Abbauprozesse, handlungsleitend für alle Wohn- und Betreuungsangebote bis ins hohe Lebensalter.“

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