Sekundarschule in Waldfeucht soll erhalten bleiben

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Waldfeucht. Gewerkschaft kritisiert Pläne für Schulschließung: Die Sekundarschule Waldfeucht soll geschlossen werden, weil in den vergangenen drei Jahren zu wenige Kinder aus Waldfeucht für die fünften Klassen angemeldet worden sind. Das jedenfalls ist die Absicht der Bezirksregierung Köln.

Der Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellt sich gegen den Plan: „Wir wenden uns gegen diese Schließung, da die Schule in der Gemeinde das einzige weiterführende Angebot darstellt. Für die jungen Schülerinnen und Schüler bedeutet die Schließung weite Fahrwege.

Für die Lehrkräfte bedeutet sie, dass viel Arbeit und großes Engagement, welches sie in die Konzeptionierung und den Aufbau der Schule gesteckt haben, vergeblich war“, sagte Markus Peiter, stellvertretender Geschäftsführer des GEW-Kreisverbandes.

Die Schule in Waldfeucht habe sich laut GEW „enorm“ entwickelt: Aus der Hauptschule sei im Jahr 2010 die Verbundschule mit Real- und Hauptschule unter einem Dach geworden. Im Sommer 2013 wurde sie in die Sekundarschule umgewandelt, die seither gymnasiale Unterrichtsstandards im Ganztagsbetrieb biete. Die GEW ist überzeugt, dass die Gemeinde mit der Sekundarschule die richtige Wahl getroffen hatte. „Eine Gesamtschule wäre einfach zu groß“, sagte Peiter.

Die Sekundarschule in Waldfeucht könne in Zukunft keine Dreizügigkeit bei den Eingangsklassen gewährleisten. Für das kommende Schuljahr seien lediglich 42 Kinder angemeldet worden. Das reicht nur für zwei fünfte Klassen. Auch der Anteil von Kindern aus Waldfeucht liege lediglich bei 20 Prozent: Unter den aktuellen Anmeldungen sind nur 17 Waldfeuchter, 39 Heinsberger, fünf Wassenberger und zwei Flüchtlingskinder.

Das pädagogische Konzept der Waldfeuchter Schule hat nach Meinung der GEW viel zu bieten: Das gemeinsame Lernen in den Klassen 5 und 6 entspreche dem Wunsch vieler Eltern. Sie müssen sich nicht schon in der 4. Klasse für eine weiterführende Schulform entscheiden. Die Sekundarschule biete ein zukunftsfähiges, attraktives und ortsnahes Angebot.

Zum Schuljahr 2016/17 soll nun zum letzten Mal eine neue 5. Klasse in Waldfeucht starten. Ungünstig für die Schule sei die Konkurrenz in der Schullandschaft: Gesamtschulen in Gangelt/Selfkant, Oberbruch und Wassenberg und die Realschule in Heinsberg.

Kaum aufgebaut auch schon wieder ein Auslaufmodell? Peiter: „Für die Kolleginnen und Kollegen bedeutet das, dass sie mit einer unsicheren Perspektive konfrontiert sind. Wir meinen, dass gerade in den ländlichen Gebieten von NRW die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen sind, weiterführende Schulangebote zu erhalten.“

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